Fr., 26.04.2019

Breitbandausbau mit 674 Kilometer Glasfaser für acht Kommunen 100 Megabit pro Sekunde

Startschuss für den Breitbandausbau (von links); Jens Bammann (Telekom), Oliver Blanke (Infocom), Jannik Thiele (Micus Strategieberatung), Landrat Sven-Georg Adenauer, Klaus Besser (Bürgermeister Steinhagen) und Andreas Poppenburg (Geschäftsführer Zweckverband Infocom). In den nächsten Monaten werden insgesamt 674 Kilometer Glasfaser verlegt.

Startschuss für den Breitbandausbau (von links); Jens Bammann (Telekom), Oliver Blanke (Infocom), Jannik Thiele (Micus Strategieberatung), Landrat Sven-Georg Adenauer, Klaus Besser (Bürgermeister Steinhagen) und Andreas Poppenburg (Geschäftsführer Zweckverband Infocom). In den nächsten Monaten werden insgesamt 674 Kilometer Glasfaser verlegt. Foto: Wolfgang Wotke

Von Wolfgang Wotke

Rheda-Wiedenbrück (WB). Endlich schnelles Internet: Jetzt ist der Breitbandausbau im Außenbereich für acht Kommunen gestartet. 674 Kilometer Glasfaser werden verlegt, 147 Kilometer beträgt die Tiefbaulänge.

Für 80 Prozent aller Haushalte bedeutet das Bandbreiten von mindestens 100 Megabit pro Sekunde, sprich ruckelfreie Internet-Videos und Seitenaufbau in Sekundenschnelle. Den Startschuss dazu mit einem symbolischen Spatenstich haben gestern Verantwortliche von Kreis, Kommunen, Bund und dem Land NRW an der Straßenecke Röckinghausener Straße/Maaßfeld gegeben. »Wir sind dem Ziel, im Kreis Gütersloh flächendeckend eine optimale Versorgung zu erreichen, mit dem heutigen Tag deutlich näher gekommen«, erklärte Landrat Sven-Georg Adenauer.

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Wir sind dem Ziel, im Kreis Gütersloh flächendeckend eine optimale Versorgung zu erreichen, mit dem heutigen Tag deutlich näher gekommen.

Sven-Georg Adenauer, Landrat

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Die Telekom als Auftragnehmer setzt dabei auf die »Vectoring-Technik«, in dem die Glasfaser bis zum Verteiler verlegt wird. Von diesem Verteiler aus werden die Haushalte per Kupferkabel angeschlossen. »Teilweise werden die Glasfaseranschlüsse aber auch bis in die Häuser verlegt«, berichtet Jan Christoph Dübner, Breitbandkoordinator des Kreises Gütersloh. Der Zweckverband Infocom hatte im Auftrag der acht beteiligten Kommunen (Borgholzhausen, Langenberg, Rheda-Wiedenbrück, Schloss Holte-Stukenbrock, Steinhagen, Versmold und Werther) die Förderanträge gestellt.

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Da, wo es sich wirtschaftlich rechnet, haben wir keine Probleme, Anbieter zu finden, die den Ausbau machen wollen.

Jan Christoph Dübner, Breitbandkoordinator des Kreises Gütersloh

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Die anderen fünf Kommunen sind eigenständig unterwegs, nämlich in Gebieten, in denen sich ein wirtschaftlicher Ausbau des Breitbandnetzes nicht lohnt, Förderungen zu erhalten. Denn das ist das Besondere an den Zuschüssen von Bund und Land. Dübner: »Da, wo es sich wirtschaftlich rechnet, haben wir keine Probleme, Anbieter zu finden, die den Ausbau machen wollen.« Schwierig sei es überall dort, wo aufgrund der geringen Zahl der Anschlüsse und der großen Entfernungen sich der Breitbandausbau nicht lohne.

»Wirtschaftlichkeits-Lückenfüllung«

Die rund 4,6 Millionen Euro und die 3,7 Millionen des Landes sind eine so genannte »Wirtschaftlichkeits-Lückenfüllung«. Dank dieser Fördergelder rechnet sich der Ausbau. 50 Prozent der Kosten übernimmt der Bund, 40 NRW, zehn Prozent des Gesamtinvestitionsvolumens müssen die Kommunen selbst tragen. Adenauer: »Eine solche Großinvestition hätten wir alleine niemals schultern können.«

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