Do., 20.06.2019

Großeinsatz für die Feuerwehr in Rheda-Wiedenbrück - mit Video Feuer in Lagerhalle ausgebrochen

In einer Lagerhalle auf dem ehemaligen Pfleiderer-Areal am Bosfelder Weg ist am Donnerstag ein Feuer ausgebrochen.

In einer Lagerhalle auf dem ehemaligen Pfleiderer-Areal am Bosfelder Weg ist am Donnerstag ein Feuer ausgebrochen. Foto: Michael Delker

Von Michael Delker

Rheda-Wiedenbrück (WB). Der Feiertag begann für die Feuerwehr mit einem Großeinsatz. Mit 100 Einsatzkräften rückten die Löschzüge Rheda, Wiedenbrück und St. Vit zu einem Lagerhallen-Brand auf dem ehemaligen Pfleiderer-Areal am Bosfelder Weg aus. In der Halle auf dem weitläufigen Gelände, das von zahlreichen Firmen genutzt wird, hatten sich Späne entzündet. Verletzt wurde glücklicherweise niemand.

»Gegen 7.43 Uhr wurde uns zunächst ein Kleinbrand gemeldet«, sagte Feuerwehr-Sprecher Matthias Köpp dem WESTFALEN-BLATT. Anlieger hatten Brandgeruch festgestellt. Als die Einsatzkräfte vor Ort eintrafen, war schnell klar, dass es länger dauern würde.

Wegen des Feiertags war in dem Gewerbegebiet kein Betrieb. Die Feuerwehrleute unter der Leitung von Christian Kottmann mussten das Tor zur Lagerhalle gewaltsam öffnen. Unter schwerem Atemschutz begannen erste Löschmaßnahmen. Über die Warn-App »Nina« wurde die Bevölkerung vor der Rauchgasentwicklung gewarnt.

Eine Brandschutzmauer verhindert das Übergreifen der Flammen

»Wir haben den Ort in drei Abschnitte unterteilt«, sagte Köpp. Im ersten kümmerten sich die Feuerwehrleute um die Brandbekämpfung in der Halle. Zudem musste eine Nachbarhalle gesichert werden, in der ebenfalls Späne eingelagert sind. Glücklicherweise trennte eine Brandschutzmauer die beiden Hallen. Via Drehleiter wurde das Geschehen von oben beobachtet.

Im zweiten Abschnitt ging es um die Bereitstellung von Arbeitsmaterial und die Löschwasserversorgung. Hier kam den Feuerwehrleuten zugute, dass wegen der früheren Tätigkeit der Firma Pfleiderer auf dem Gelände ein Löschteich zur Verfügung stand.

Im dritten Abschnitt wurde ein Platz zum Ablöschen der Späne eingerichtet. Eine zähe Arbeit. Unter Atemschutz fuhr ein Radlader-Fahrer in die Halle und beförderte die Späne schaufelweise ins Freie. Hier wurden sie erneut mit Wasser bearbeitet, um auch die kleinsten Glutnester zu vernichten.

Manch ein Feuerwehrmann dürfte der Brand an die Vergangenheit erinnert haben. »Als die Firma Pfleiderer hier noch tätig war, waren wir hier oft im Einsatz«, sagte Matthias Köpp. Für die Versorgung der Feuerwehrleute sorgte das DRK, schließlich waren viele ohne Frühstück zum Brandort geeilt.

Zur Schadenshöhe liegen noch keine Angaben vor.

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