Sa., 17.08.2019

Paderborner CDU-Mittelstandschef attackiert Fleischunternehmer »Sklaverei«-Vorwurf gegen Tönnies

Friedhelm Koch als Gast in der WDR-Sendung »Lokalzeit OWL«.

Friedhelm Koch als Gast in der WDR-Sendung »Lokalzeit OWL«.

Paderborn (WB/OH). Der Vorsitzende des Stadtverbands Paderborn der CDU-Mittelstandsvereinigung (MIT), Friedhelm Koch, hat Fleischunternehmer Clemens Tönnies indirekt der »Sklaverei« bezichtigt.

Er bezog sich auf die Situation der ausländischen Werkvertragsarbeiter beim Rheda-Wiedenbrücker Fleischkonzern. Die viel diskutierten Afrika-Aussagen Tönnies’ beim Handwerkertag stufte Koch als Studiogast in der WDR-Sendung »Lokalzeit OWL« derweil nicht als Rassismus ein, sondern als »dummes Gerede«.

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Man baut seinen Reichtum nicht auf dem Unglück anderer Menschen auf. Deswegen wäre es mein Wunsch, dass er an dem Punkt arbeitet.

Friedhelm Koch

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In Deutschland gebe es noch zwei Branchen, »die Sklaverei haben«, sagte Koch: »Die eine ist die Prostitution, die andere die Fleischzerlegung.« Tönnies betreibe das zwar nicht selbst, »aber er lässt es betreiben von rumänischen Subunternehmen«, sagte der Malermeister aus Paderborn.

»Man baut seinen Reichtum nicht auf dem Unglück anderer Menschen auf.« Koch erklärte: »Deswegen wäre es mein Wunsch, dass er an dem Punkt arbeitet.« Bei Tönnies wurden »die Branchenvorwürfe« zur Kenntnis genommen. Die Äußerungen Friedhelm Kochs wollte man aber »nicht kommentieren«.

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