Fr., 13.09.2019

Bürgerstiftung unterstützt junge Leute mit guten Ideen Für Partys muss ein Raum her

Große Teamsitzung der »Idee!«-Projektteilnehmer (von links): Simon Bultschnieder, Joshua Grochtmann, Alexander Schendelmann, Lars Pape, Louis Blawert, Projektleiter der Bürgerstiftung Sven Jacobsen, Otto Lübke und Steffen Busche. Sie würden sich freuen, wenn ihre zahlreichen Ideen zum Wohle der Allgemeinheit mit Hilfe der Bürgerstiftung umgesetzt werden könnten.

Große Teamsitzung der »Idee!«-Projektteilnehmer (von links): Simon Bultschnieder, Joshua Grochtmann, Alexander Schendelmann, Lars Pape, Louis Blawert, Projektleiter der Bürgerstiftung Sven Jacobsen, Otto Lübke und Steffen Busche. Sie würden sich freuen, wenn ihre zahlreichen Ideen zum Wohle der Allgemeinheit mit Hilfe der Bürgerstiftung umgesetzt werden könnten.

Rheda-Wiedenbrück (WB). Die Bürgerstiftung Rheda-Wiedenbrück hat ein neues Projekt. »Idee!« heißt es. Ziel dabei ist, jungen, engagierten Leuten, die eine tolle neue Idee haben für ihren Verein oder für den Nachwuchs in der Stadt, bei der Umsetzung zu helfen.

In diesem Jahr haben insgesamt neun Teams ihre Ideen vorgestellt, von denen am Ende vier in die engere Auswahl kamen, weil sie den zuvor festgelegten Kriterien entsprachen. Sven Jacobsen unterstützt die Jugendlichen nun dabei, ihre Projekte in die Tat umzusetzen. Jede Idee wird von der Bürgerstiftung mit 1000 Euro finanziert, wobei es sich lediglich um eine Anschubfinanzierung handelt. Den Rest müssen die Jugendlichen dann durch weitere Sponsoren oder Kreativität stemmen.

Lars Pape und Simon Bultschnieder sind schon extrem weit in der Umsetzung ihrer Idee, weil sie vorhandene Ressourcen nutzen. Sie möchten gerne einen Beachvolleyballplatz in Rheda-Wiedenbrück verbessern. »Wir finden es sehr gut, dass es bereits viele Möglichkeiten gibt, bei uns Beachvolleyball zu spielen«, erzählen sie. Es sei jedoch so, dass keiner der Plätze die Möglichkeit gibt, unter Wettkampf-Bedingungen zu spielen. Zwar seien die Plätze ausreichend, jedoch seien bei allen Plätzen die Netze zu niedrig oder nicht verstellbar.

Nach einigen Gesprächen sind sie nun auf das Beachvolleyballfeld in Lintel gestoßen. Die Landjugend ist bereit, mit den beiden zu kooperieren und den Platz auszubauen. Hobbyturniere wären dann dort auf jeden Fall möglich. »Ich finde die Kooperation richtig gut, zumal hier ehrenamtliches Engagement zusammentrifft«, lobt Jacobsen die Weitsicht der Jugendlichen.

Partyraum dringend gesucht

Louis Blawert ist der Chef der Gruppe »Partyraum für Jugendliche«. Da es in Rheda-Wiedenbrück keinen richtigen Raum für Jugendliche gibt, um Geburtstage oder Klassenpartys zu feiern, soll das Projekt einen robusten, günstigen, lärmverträglichen und erreichbaren Partyraum für größere Gruppen Jugendlicher verwirklichen. Dass das nicht so einfach ist, mussten Louis und sein Team schon erfahren. Sie suchen nun das Gespräch mit dem Ordnungsamt der Stadt oder gar mit dem Bürgermeister. Auch die Gesetze sollen abgeklopft werden. »So ein Partyraum fehlt ganz klar in der Stadt. Jugendliche wissen oft nicht, wo sie feiern sollen«, meint Sven Jacobsen. Louis Blawert vermutet, dass viele Gastgeber immer gleich »Nein« sagen, weil sie Ausschreitungen befürchten. Doch die Jugend von heute sei prima und einzelne Ausfälle habe es schließlich immer schon gegeben.

Sportlich geht es zu bei Steffen Busche und Alexander Schendelmann. Sie möchten einen Inline-Hockeyplatz sowie einen Bike-Dirtpark bauen. Die beiden sind der Meinung, dass es zwar schon durch den Skaterpark tolle Angebote gibt, aber so etwas Angesagtes wirklich fehle. Passende Flächen, möglichst zentral gelegen, werden dafür benötigt, und da stoßen sie gerade auf Granit. Für das Hockeyfeld wird ein Platz von 20 mal 40 Metern benötigt; für den Dirtpark deutlich mehr, weil Rampen und Hügel eingebaut werden sollen.

Joshua Grochtmann, Louis Blawert und Otto Lübke brauchen keinen Außenplatz für ihre Idee, sondern eine Werkstatt, und die haben sie schon. Sie möchten lernen, wie man alte Autos repariert und restauriert, den Motor zerlegt und die Technik begreifen. Dafür suchen sie nun ein bezahlbares, noch gut erhaltenes Auto, ohne Elektronik. »Unser Ziel ist es, dass das Auto später wieder richtig schick aussieht und technisch in Ordnung ist«, erklärt Joshua.

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