Osterrath-Realschule erarbeitet ein neues Präventionskonzept
Drogen bringen mächtig Ärger

Rheda-Wiedenbrück (WB). Sollten Schüler an der Osterrath-Realschule Drogen konsumieren oder sie verteilen, wird gegen sie ein Strafverfahren eingeleitet. Das schreibt ein neues Handlungskonzept vor. Damit es nicht so weit kommt, geht das Team der Schule offensiv mit dem Thema um.

Freitag, 04.10.2019, 11:00 Uhr
Sie haben gemeinsam ein umfassendes Konzept erarbeitet, wie man mit drogenkonsumierenden Jugendlichen umgeht (von links): Kriminalhauptkommissarin Vanessa Ogan, Schulleiter Olaf Diekwisch und Lars Riemeier unterzeichnen das Handlungskonzept. Mitgearbeitet haben Robert Rix, Jutta Mels, Ute Kath, Ruth Lütkewitte und Siegried Koschnick. Foto: Waltraud Leskovsek
Sie haben gemeinsam ein umfassendes Konzept erarbeitet, wie man mit drogenkonsumierenden Jugendlichen umgeht (von links): Kriminalhauptkommissarin Vanessa Ogan, Schulleiter Olaf Diekwisch und Lars Riemeier unterzeichnen das Handlungskonzept. Mitgearbeitet haben Robert Rix, Jutta Mels, Ute Kath, Ruth Lütkewitte und Siegried Koschnick. Foto: Waltraud Leskovsek

Schulsozialarbeiterin Ute Kath hat gemeinsam mit einer Steuerungsgruppe bestehend aus Sigrid Koschnick, Ruth Lütkewitte Robert Rix, Jutta Mels und unter Mithilfe der Kriminalhauptkommissarin Vanessa Ogan und Lars Riemeier von der Caritas ein Konzept erarbeitet mit den beiden Säulen Stärkung und Prävention sowie Intervention. Bereits ab der sechsten Klasse wird präventiv über die Themen Mobbing/Cybermobbing, Alkoholprävention, Spielsucht und Online-Spielsucht sowie auch Drogenmissbrauch gesprochen.

»Wir möchten Schüler sensibilisieren, was es für Folgen haben kann, sich mit Drogen, Alkohol oder Tabletten zu puschen, damit sie den Alltag bewältigen können oder es einfach nur cool finden«, erklärt Schulleiter Olaf Diekwisch.

Cannabis ist unter Jugendlichen die beliebteste illegale Droge. Jeder sechste 15-Jährige hat schon mal Erfahrung damit gemacht. Jeder zehnte 12- bis 17-Jährige hat Erfahrung mit Alkohol. Lars Riemeier betont: »Wir begrüßen es, wenn eine Schule so offensiv mit diesen Themen umgeht, die auch schon mal gerne verschwiegen werden.« Ein Problem gebe es meist erst, wenn eine Schule sich vor solchen Dingen verschließt.

Gemeinsam wurde im Rahmen einer internen Lehrerfortbildung durch Vanessa Ogan anschließend erarbeitet, wie man mit drogenkonsumierenden Jugendlichen umgeht. Sollte ein Jugendlicher auffällig werden, gibt es einen Fragenkatalog, den der Sozialarbeiter oder auch ein Lehrer abarbeiten kann, damit er in jedem Fall auch richtig reagiert. Ziel einer schulischen Intervention ist es, die Situation zu klären, weiteren Eskalationsstufen vorzubeugen und den Drogenkonsum möglichst zu verhindern oder einzustellen. Der Schulleiter wird informiert, und es findet je nach Situation ein kollegialer Austausch statt. Der Schulsozialarbeiter oder Vertrauenslehrer führt ein Gespräch mit dem Schüler. Sollte sich im Gespräch die Sorge nicht reduzieren, werden nochmals die Kollegen hinzugezogen und es kann ein freiwilliges Beratungsangebot erfolgen.

Auch das Gespräch mit den Eltern wird gesucht. Wenn ein Schüler mit Drogen im Schulkontext handelt, kommt es zur Anzeige bei der Polizei. Es folgen Auflagen und gegebenenfalls eine Suspendierung. Es gibt aber immer zwischendurch Bilanzgespräche mit Schülern und Eltern.

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