Fr., 20.12.2019

Küsterhaus St. Vit wird teurer – 680.000 Euro Sanierungskosten Ein Kleinod mit viel Potenzial

Die Außenarbeiten am Haus sind abgeschlossen. Jetzt geht es an den Innenausbau. Auch für die künftige Nutzung sind schon Pläne geschmiedet worden. Neben einer Einliegerwohnung wird auch das Pfarrbüro dort einziehen.

Die Außenarbeiten am Haus sind abgeschlossen. Jetzt geht es an den Innenausbau. Auch für die künftige Nutzung sind schon Pläne geschmiedet worden. Neben einer Einliegerwohnung wird auch das Pfarrbüro dort einziehen. Foto: Waltraud Leskovsek

Von Waltraud Leskovsek

Rheda-Wiedenbrück (WB). Das Jahr neigt sich dem Ende und der Vorstand des Vereins Dorf aktiv, der seit eineinhalb Jahren das alte Küsterhaus in St. Vit restauriert, zieht eine erste große Bilanz.

Die Verantwortlichen zeigen sich sehr zufrieden mit dem Verlauf der Renovierungsarbeiten – zeitlich liegt alles im Plan. Die Arbeiten werden im Frühjahr 2020 im Wesentlichen abgeschlossen sein und die offizielle Einweihungsfeier ist mit dem 19. September 2020 bereits terminiert.

Nachsteuern musste der Vorstand des Dorfvereins aber bei der Finanzierung des Projektes. Die Kosten der Renovierung liegen nun bei 630.000 Euro. Hinzu kommt noch die spätere Einrichtung, die mit rund 50.000 Euro veranschlagt wird, womit sich eine Gesamtsumme von 680.000 Euro ergibt. „Die Mehrkosten haben mehrere Ursachen“, erklärt der erste Vorsitzende Ludger Vollenkemper. Ein Grund sei die derzeitige allgemeine Baukostensteigerung von jährlich vier bis fünf Prozent. Weitere Mehrkosten ergaben sich aus zusätzlich nötig gewordenen Arbeiten, die vorher nicht vorgesehen waren und durch Auflagen der Denkmalbehörden.

Kostensteigerung bereitet keine Probleme

Mit der sich abzeichnenden Kostensteigerung hätte der Vorstand jedoch umgehend gegengesteuert. Stiftungen und öffentliche Mittelgeber, die das Vorhaben zuvor schon gefördert hatten, wurden um einen weiteren Zuschuss gebeten. Zu einem Teil sei diesem Wunsch bereits entsprochen worden. Bei anderen Fördergebern müssten die Gremien dies noch beschließen. Durch diese zusätzlichen Förderungen ist die Summe der fest zugesagten Fördermittel nun auf erfreuliche 512.000 Euro gestiegen. Auch die Eigenmittel von Dorf aktiv kletterten auf inzwischen 112.000 Euro. Somit liegt die aktuelle Finanzierungslücke nun bei rund 55.000 Euro. Der Vorstand hofft hier auch weiterhin auf viele wohlwollende Spender, die dabei helfen, diese Lücke zu schließen.

Vieles sei schon geschafft worden und gerade bei den Arbeiten im Innern des Hauses könne nun noch Eigenleistung erbracht werden. „Wir sind frohen Mutes, dass wir dieses große Projekt gemeinsam stemmen werden“, so Vollenkemper. Auf einer Klausurtagung wurde auch die spätere Bespielung bereits intensiver besprochen. Es wird eine hübsche Einliegerwohnung geben, die für bis zu vier Kurzeitferienengäste vermietet werden soll. Das Pfarrbüro wird dort ebenfalls einen Raum bekommen, ebenso das Dorfarchiv mit interessanten Dingen aus der Vergangenheit, fern ab von Akten. Der Deelenbereich kann später für Feierlichkeiten am Tage bis in die frühen Abendstunden gemietet werden und erste Kooperationen mit Kulturvereinen wurden bereits geschlossen, weil sich das historische Gebäude aus dem Jahre 1658 für kulturelle Veranstaltungen nahezu anbietet. Auch eine punktuelle aber regelmäßige Bewirtung ist in Planung.

Den Eröffnungstermin 19. September 2020 sollten sich Interessierte schon mal vormerken.

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