Do., 16.01.2020

14 Architekten beteiligen sich am Wettbewerb – Sieger steht fest Viel Grün für die „Kramer Höfe“

Foto: Leskovsek

Von Waltraud Leskovsek

Rheda-Wiedenbrück (WB). Am Dienstagabend wurde der Sieger des Realisierungswettbewerbs „Neubau eines Wohn-/Dienstleistungsquartiers im Bereich Hauptstraße-Ecke Nordring“ vorgestellt. Es ist die DBCO GmbH von Philipp Söhnel aus Münster, welches den ersten Platz für einen sehr gelungenen Vorschlag, bei dem ein gekonnter Umgang mit dem Thema Raum stattfand, gewonnen hat.

20.000 Euro für den Sieger

Der private Auslober Burckhard Kramer, der vom Städteplanerbüro Drees & Huesmann dabei begleitet wurde, hat 48.000 Euro Preisgelder zugrunde gelegt, die nun mit 20.000 Euro für den Sieger, 17.000 Euro für den Zweitplatzierten Architekt Andreas Grube aus Gütersloh und mit 11.000 Euro für den Anerkennungspreis, der an das Architekturbüro Idler aus München ging, verteilt wurden.

Wohnraum auf 80 Prozent des gesamten Wettbewerbsgebietes

In Rheda-Wiedenbrück soll die Fläche zwischen Hauptstraße, dem Nordring, der Mellagestraße und der südlichen Bebauung neu geordnet und zu einem Wohn- und Dienstleistungsquartier entwickelt werden. Das rund 13.000 Quadratmeter große Areal soll den Übergang von Gewerbeflächen im Norden und Westen zu Wohnbauflächen zum Süden und Osten schließen. Auf der gegenüberliegenden Seite entsteht gerade der Schenke Einkaufsmarkt. Auf 80 Prozent des gesamten Wettbewerbsgebietes soll Wohnraum geschaffen werden. 20 Prozent davon sollen öffentlich geförderter Wohnraum werden. Warum der erste Preis an das Architekturbüro nach Münster ging, wurde schnell deutlich. Prof. Dr. Volker Droste vom Stimmberechtigten Preisgericht erläuterte, dass bei dem Entwurf der geplante Verkehrskreisel sehr gut eingebunden worden sei und die vier Höfe im Innern der Bebauung, die schon die „Kramer Höfe“ genannt wurden, durch viel Grün einen hohen Aufenthaltswert versprechen würden. Die Durchwegungen seien gut durchdacht, der neue Markt durch Wege sehr gut an den öffentlichen Raum angebunden und das Konzept sei sehr funktionell und für verschiedene Nutzer angelegt.

Stephan Pfeffer lobte das labyrinthartige Spiel mit dem Raum

Obgleich optisch alles perfekt zueinander passen würde, sei doch jedes Gebäude ein Individuum mit eigener Identität. Der technische Beigeordnete Stephan Pfeffer lobte insbesondere das labyrinthartige Spiel mit dem Raum. „Genau das will Städtebau heute“, betonte er. Zudem sei die Arbeit sehr gut in Bauabschnitten zu realisieren. Eine Begrünung der Dächer sowie die Installation von Photovoltaikanlagen gab das Preisgereicht als Empfehlung mit auf den Weg.

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Sie haben uns ihr kreatives Herz geschenkt.

Bürgermeister Theo Mettenborg

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Bürgermeister Theo Mettenborg dankte allen teilnehmenden Büros. „Sie haben uns ihr kreatives Herz geschenkt“, freute er sich über die tollen Ergebnisse. Es sei immer wieder erstaunlich, wie unterschiedlich doch die Entwürfe seien. Schön sei, dass das Areal, wo der ehemalige Combi-Einkaufsmarkt schon lange leer stehe, mit neuem Leben gefüllt würde. Er dankte Burckhard Kramer für die Auslobung des Wettbewerbs, mit dem er der Stadt ein besonderes Geschenk breitet hätte. Insgesamt hatten sich 14 Büros, die in einem Losverfahren aus 99 Bewerbern ermittelt wurden, beteiligt. Die ausgestellten Wettbewerbsarbeiten mit dem Modell des Siegers sind noch bis einschließlich Freitag, 24. Januar, zu den Öffnungszeiten des Rathauses (Montag bis Freitag von 7 bis 18 Uhr) zu sehen.

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