Rheda-Wiedenbrück
Mawbys Werke bleiben unvergessen

Rheda-Wiedenbrück (wl) - Die Wiedenbrücker St.-Aegidius-Chöre haben gemeinsam mit ihrem Förderverein eine Notensatz-Reihe mit Stücken des berühmten britischen Komponisten Sir Colin Mawby veröffentlicht. Eine parallel geplante CD musste wegen der Coronakrise hingegen gestrichen werden.

Freitag, 17.04.2020, 17:00 Uhr aktualisiert: 17.04.2020, 19:01 Uhr
Rheda-Wiedenbrück: Mawbys Werke bleiben unvergessen

Die sieben Stücke, die jetzt als Notensätze erschienen sind, hatte Mawby eigens für die Aegidiuschöre komponiert. Durch die Veröffentlichung in gedruckter Form wollen die Wiedenbrücker die Werke Mawbys auch anderen Formationen zur Verfügung stellen und somit zum Erhalt des musikalischen Erbes des britischen Komponisten beitragen. Sir Colin Mawby war am 24. November 2019 im Alter von 83 Jahren in Dublin gestorben.

Auf einer Wellenlänge

Die Verbindung zwischen Mawby und den Wiedenbrücker Aegidiuschören bestand viele Jahre. 2012 lernte Kantor Jürgen Wüstefeld ihn beim Pueri-Cantores-Kongress im spanischen Granada kennen. Es entwickelte sich eine enge Freundschaft, die beiden Organisten und Chorleiter waren auf einer Wellenlänge.

Wüstefeld fragte ihn seinerzeit, ob er sich vorstellen könne, für seine Kinder- und Jugendchöre ein Stück zu schreiben. Mawby war von der Arbeit der Wiedenbrücker Chöre begeistert und sagte spontan zu. Mehrfach war der gebürtige Engländer zu Gast in St. Aegidius. Denn Mawby hatte es nicht bei dem einen Stück mit dem Titel „Sicut servus Desiderat“, was übersetzt „Wie der Hirsch lechzt nach frischem Wasser“ bedeutet, belassen. Er komponierte weitere Werke für die Kinder- und Jugendchöre an St. Aegidius und kam zu Uraufführungen mehrmals an die Ems.

„Bedeutendes Erbe hinterlassen“

Im Lauf der Jahre verfasste Mawby insgesamt sieben Stücke für die Wiedenbrücker Chöre. „Er hat uns ein bedeutendes Erbe hinterlassen, auf das wir mächtig stolz sind“, unterstreicht Wüstefeld. Mit der Veröffentlichung der Noten habe man verhindern wollen, dass die Werke eingemottet werden. Ziel sei es, sie anderen Chören zugutekommen zu lassen.

Unterstützung fand Kantor Jürgen Wüstefeld beim Förderverein der Kinder- und Jugendchöre mit Anja Ramsel an der Spitze. Gemeinsam wurden sieben Notenhefte herausgebracht, die andere Klangkörper über den Förderverein für eine Aufwandsentschädigung erwerben können. Darunter sind beispielsweise englische und lateinische Lieder zur Weihnachtszeit. Diese hat Colin Mawby eigens für Wüstefeld und dessen Familie geschrieben.

Notenhefte ab Mai erhältlich

Kleine Ausschnitte aus den Werken werden in den kommenden Tagen auf der Internetseite des Fördervereins veröffentlicht. Dort können ab Mai auch die Notenhefte bestellt werden. Der Mindestsatz für die Chorpartitur umfasst 20 Hefte. Eigentlich sollte in diesem Monat noch eine CD entstehen, auf der unter anderem drei Werke von Sir Colin Mawby zu hören sind. Doch die gegenwärtige Coronakrise machte diesem Vorhaben einen Strich durch die Rechnung.

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