Rheda-Wiedenbrück
Corona-Tests bei Tönnies gestartet

Rheda-Wiedenbrück (kaw) -  Beim Rhedaer Fleischwerk Tönnies haben am Montag in aller Frühe die Testungen der Schlachtbetriebsmitarbeiter auf das Coronavirus begonnen. Ab 6 Uhr hätten die Mitarbeiter des Kreises ihre Arbeit aufgenommen, berichtete Firmensprecher Dr. André Vielstädte.

Montag, 11.05.2020, 12:00 Uhr aktualisiert: 11.05.2020, 14:31 Uhr
Rheda-Wiedenbrück: Corona-Tests bei Tönnies gestartet

Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) im Kreis Gütersloh sind mit im Einsatz, um die Reihentests vorzunehmen.

Sämtliche Schlachtbetriebe im Kreis sollen überprüft werden

Inklusive der Beschäftigten des Kreises Gütersloh in der Fleischkontrolle und Überwachung sowie eines weiteren im selben Gebäude tätigen Unternehmens starten die Tests bei rund 500 Personen. Ziel ist es, alle Beschäftigten in allen 16 Schlachtbetrieben im Kreis Gütersloh, darunter fünf große Betriebe, schnellstmöglich flächendeckend zu überprüfen, um bei positiven Tests die Infektionsketten durch geeignete Maßnahmen konsequent unterbrechen zu können.

Das Land Nordrhein-Westfalen hatte nach einer Häufung von Coronainfizierten bei einem Schlachtbetrieb in Coesfeld angeordnet, dass sämtliche  Mitarbeiter der Schlachtbetriebe in NRW zu testen seien.  Aktuell gibt es im Kreis Gütersloh 23 mit labortechnisch bestätigte Coronainfizierte, keiner von diesen 23 hat eine Verbindung zur Fleischindustrie, teilt der Kreis mit.

Krisenstabssitzung mit Stadtvertretern

Die Vorgehensweise zur Testung der Schlachtbetriebsmitarbeiter ist am Sonntag während einer Krisenstabssitzung festgelegt worden. An ihr nahmen auch Vertreter der Bezirksregierung und der Firma Tönnies (Rheda-Wiedenbrück) teil sowie Vertreter der Stadt Rheda-Wiedenbrück.

Dauer hängt von Testkapazitäten ab

Der Kreis Gütersloh verfügt über ausreichend Testkits, um die vom Land angeordnete Beprobung bewältigen zu können, heißt es aus dem Kreishaus. Auch die Unterkünfte sollen laut Erlass der Landesregierung überprüft werden, um etwa zu klären, ob dort die Hygienestandards und Abstandsregeln eingehalten werden können.

Wann die Reihentests abgeschlossen sind, hänge auch von Testkapazitäten ab. Rund 500 pro Tag schaffe das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt Ostwestfalen-Lippe (CVUA), weitere Testkapazitäten sind angefragt.

Land übernimmt die Kosten

Das Land wird die Kosten für die Tests übernehmen, in ganz NRW sind rund 20.000 Personen zu untersuchen.

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