Rheda-Wiedenbrück
Bislang keine Corona-Fälle bei Tönnies

Rheda-Wiedenbrück (gl) - Aufatmen in Rheda-Wiedenbrück: Bislang konnte bei keinem Mitarbeiter des Fleischwerks Tönnies das Coronavirus nachgewiesen werden. Alle bisher ausgewerteten Tests sind laut Kreisverwaltung negativ. Damit rückt die Gefahr eines neuerlichen Lockdowns in weite Ferne.

Mittwoch, 13.05.2020, 15:00 Uhr aktualisiert: 13.05.2020, 16:16 Uhr
Rheda-Wiedenbrück: Bislang keine Corona-Fälle bei Tönnies

„Zum Zeitpunkt 13. Mai, 0 Uhr lagen insgesamt 396 Laborbefunde vor. Diese Befunde waren all negativ. Das gleiche gilt für die weiteren 388 Laborbefunde, die heute bis 14 Uhr eingetroffen sind“, informiert der Kreis. 

Tests laufen seit Montag

Seit Montag werden im Auftrag der Landesregierung sämtliche Beschäftigten des Rhedaer Fleischwerks auf Corona getestet. Auch alle anderen Fleischbetriebe in NRW werden überprüft. Grund für die Anordnung des Landes war der Ausbruch des Coronavirus in einem Betrieb der Firma Westfleisch in Coesfeld.

Am Montag wurden in Rheda bei Tönnies 788 und am Dienstag insgesamt 1308 Personen, also insgesamt 2096 Personen getestet. Dies betraf und betrifft insbesondere die Personen, die im eigentlichen Schlachtbetrieb, der Firma Reisinger, dem Zerlegebetrieb Schwein, dem Zerlegebetrieb Rind, der Firma Tillmanns Convenience und der amtlichen Überwachung tätig sind. Zu dem zuletzt genannten Personenkreis gehören die amtlichen Tierärzte und amtlichen Fachassistenten, die beim Kreis Gütersloh beschäftigt sind und die Lebensmittelproduktion begonnen von der Anlieferung der lebenden Tiere bis zum Versand der Produkte überwachen.

Heute Konzentration auf Zerlegebetriebe

Am heutigen Mittwoch beziehen sich die Testungen ganz überwiegend auf Personen, die in der Produktion der beiden genannten Zerlegebetriebe tätig sind.

Seit Montag werden auf dem Betriebsgelände der Firma Tönnies in Rheda alle dort im „Schlachtbetrieb“ tätigen Personen, insbesondere alle dort tätigen Werkvertragsnehmer-Arbeitnehmer getestet. Das Ministerium hat zwischenzeitlich auch darum gebeten, dass alle Betriebe, die sich am Standort Rheda befinden, mit einbezogen werden sollen. Die Zahl der zu testenden Personen ist daher höher als ursprünglich mit rund 6500 angegeben.

Auch Personen in Elternzeit miteinbezogen

Nach Angaben des Unternehmens sind bezogen auf den Standort Rheda in allen dort angesiedelten Betrieben rund 7694 Personen in den Personallisten erfasst, teilt der Kreis Gütersloh mit. Das heißt, dass in dieser Zahl nach Unternehmensangabe auch noch Personen enthalten sind, die nicht mehr in den Betrieben aktiv sind, die sich in Elternzeit, in Langzeiterkrankung, im Mutterschutz befinden oder nur sporadisch im Werk anwesend sind. Der Kreis Gütersloh testet zudem auch alle dort tätigen eigenen Mitarbeiter (zirka 130). Schließlich werden auch alle Personen getestet, die rund 150 Personen, die in fünf weiteren Schlachtbetrieben tätig sind.

Landrat lobt kooperatives Verhalten

Landrat Sven-Georg Adenauer ist froh, dass die seit Freitag laufenden Testungen schnell und zugleich gründlich vorbereitet worden seien: „Das hat sich bisher ausgezahlt! Die Testungen laufen gut organisiert reibungslos und zügig! Das zeigt sich an der außerordentlich großen Zahl der mittlerweile durchgeführten Tests. Die FirmaTönnies agiert unter Berücksichtigung unserer Vorgaben kooperativ! Mein besonderer Dank gilt alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter meines Krisenmanagements und natürlich den im Einsatz befindlichen Hilfsorganisationen.“

Keine Gefahr eines Lockdowns

Die Gefahr eines erneuten Rückfahrens des öffentlichen und gesellschaftlichen Lebens in Rheda-Wiedenbrück und Umgebung ist zurzeit nicht gegeben. Denn der von der Landesregierung festgesetzte Grenzwert - 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner - wird aktuell bei Weitem nicht erreicht.

 

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