Rheda-Wiedenbrück
Gutschein soll Kassen klingeln lassen

Rheda-Wiedenbrück (sud) - Dass dem Einzelhandel sowie dem Gastronomie- und Dienstleistungsgewerbe in Rheda-Wiedenbrück mit insgesamt 200.000 Euro unter die Arme gegriffen wird, fordert die CDU-Fraktion im Rat der Doppelstadt an der Ems.

Samstag, 13.06.2020, 08:45 Uhr aktualisiert: 13.06.2020, 09:31 Uhr
Rheda-Wiedenbrück: Gutschein soll Kassen klingeln lassen

Mit dem Geld soll ein Gutscheinmodell ins Leben gerufen werden, das vor Ort innerhalb kurzer Zeit zusätzliche Umsätze von bis zu 800.000 Euro generieren könnte.

Ahaus als Vorbild

Vorbild für den Vorstoß der Rheda-Wiedenbrücker CDU ist das Gutscheinkonzept der Stadt Ahaus (Kreis Borken). Dort können Bürger vergünstigte Wertgutscheine zum Einkauf in den örtlichen Geschäften beziehungsweise zum Besucher von Gaststätten oder zur Nutzung von Dienstleistungsangeboten erwerben. Die Stadt subventioniert die Gutscheine zu 25 Prozent. Wer als Bürger also einen 100-Euro-Wertcoupon erwirbt, muss dafür lediglich 75 Euro bezahlen.

Ein nahezu deckungsgleiches Konzept könnte nach Vorstellung der CDU auch in der Doppelstadt an der Ems funktionieren. Gutscheine über zehn, 15, 25, 50 und 100 Euro sollen von den Bürgern erworben werden können. Genauso wie in Ahaus zahlen sie dafür aber nur 75 Prozent des eigentlichen Werts. Die übrigen 25 Prozent steuert die Stadt aus Steuermitteln bei.

Lokale Wirtschaftsförderung

Der kommunale Gesamtzuschuss für die Gutscheinaktion soll in Rheda-Wiedenbrück laut CDU-Vorschlag auf 200.000 Euro gedeckelt werden. In Ahaus greifen Politik und Verwaltung mit 250.000 Euro sogar noch tiefer in die Kasse. Doch auch mit dem etwas niedrigeren Ansatz der Christdemokraten ließen sich nach Auskunft ihres Fraktionsvorsitzenden Uwe Henkenjohann zusätzliche Umsätze in Einzelhandel, Gastronomie und Dienstleistungssektor von bis zu 800.000 Euro realisieren.

Corona-Verluste reduzieren

Mit der Gutscheinaktion sollen die finanziellen Einbußen, die Handel, Gastgewerbe und Dienstleister aufgrund der mehrwöchigen Zwangsschließung im Zuge der Coronakrise zu verkraften hatten, zumindest ein stückweit aufgefangen werden. Die CDU spricht in diesem Zusammenhang von einer „besonderen Härte“. Durch die Einrichtung eines finanziellen Anreizsystems solle die Nachfrage angekurbelt werden.

Einfach und gerecht

Das Gutscheinsystem soll möglichst einfach und gerecht gestaltet werden. „Wir wollen vermeiden, dass sich gut betuchte Bürger gleich mit mehreren Gutscheinen eindecken“, sagt Henkenjohann. „Jeder soll in den Genuss des subventionierten Einkaufens kommen.“ Kooperieren soll die Stadt mit dem Gewerbeverein Wiedenbrück und der Initiative Rheda.

Mit dem CDU-Antrag wird sich der Rat während seiner Sitzung am 22. Juni beschäftigen.

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