Rheda-Wiedenbrück
Tönnies-Verwaltung wieder geöffnet

Rheda-Wiedenbrück (lani) - In der Verwaltung des Tönnies-Konzernsitzes in Rheda darf wieder gearbeitet werden. Eine entsprechende Verfügung hat jetzt die Stadt Rheda-Wiedenbrück erlassen. Die Produktion ruht indes weiterhin.

Mittwoch, 08.07.2020, 16:52 Uhr aktualisiert: 08.07.2020, 21:31 Uhr
Rheda-Wiedenbrück: Tönnies-Verwaltung wieder geöffnet

Mit der Allgemeinverfügung zur Schließung des Tönnies-Fleischwerks, die die Stadt in der vergangenen Woche erlassen hatte, hatte sich die Behörde die Chance offengelassen, dem Unternehmen das Herauffahren einzelner Teilbereiche zu ermöglichen – auch vor Ablauf der Frist am 17. Juli. Darauf fußt die nun erlassene Ausnahmegenehmigung.

Strenge Vorgaben seitens der Stadt

Allerdings dürfen nur klar definierte Bereiche für betriebszugehörige Verwaltungsarbeiten genutzt werden. Darüber hinaus ist das Betretungsverbot auch nur für Mitarbeiter aufgehoben, die in einem direkten Beschäftigungsverhältnis zu Tönnies stehen und für die keine Quarantänepflicht mehr besteht, heißt es in dem Erlass, der dieser Zeitung im Wortlaut vorliegt.

Ganz zum Vor-Corona-Alltag zurückkehren wird der nun wieder freigegebene Betriebszweig mit der zunächst bis  Freitag gültigen Ausnahmegenehmigung jedoch nicht. Unter anderem sind die vom Robert-Koch-Institut empfohlenen Hygiene- und Abstandsregelung einzuhalten. Darüber hinaus hat sich das Unternehmen verpflichtet, Sicherheitsvorkehrungen zu treffen. Unter anderem darf nur das Betriebsrestaurant, das sich im Hauptgebäude der Verwaltung befindet, als Kantine genutzt werden.

Unangekündigte Kontrollen

Für Mitarbeiter, die sich weiterhin in sogenannter Arbeitsquarantäne befinden, müssen abgetrennte Bereiche geschaffen werden. Für alle Personen, die die geöffneten Bereiche betreten, gilt eine zwingende Dokumentationspflicht. Die Stadt behält sich vor, unangemeldet zu kontrollieren, ob sich Tönnies an die Regeln hält.

„Mit Blick auf das relativ geringe Infektionsrisiko wird die Wiederaufnahme der Betriebsverwaltung nicht unverhältnismäßig hinausgezögert“, informiert die Stadt. Die Ausnahmegenehmigung sei in Abstimmung mit Land, Bezirksregierung und Kreis Gütersloh erfolgt.

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