Rheda-Wiedenbrück
Wohl der Kinder stets an erster Stelle

Rheda-Wiedenbrück (gl) - Als eine Erzieherin mit viel Herz hat Detlef Müller, Geschäftsführer der Katholischen Kindertageseinrichtungen Minden-Ravensberg-Lippe, die Leiterin der Rhedaer Kindertagesstätte St. Clemens, Annette Dreier, bezeichnet. 18 Jahre lang hat sie die Einrichtung geleitet.

Sonntag, 19.07.2020, 18:02 Uhr aktualisiert: 19.07.2020, 18:16 Uhr
Rheda-Wiedenbrück: Wohl der Kinder stets an erster Stelle

Für Dreier beginnt jetzt die zweijährige Passivphase ihrer Altersteilzeit. Ihr beruflicher Werdegang begann einst in der Wiedenbrücker Kindertageseinrichtung St. Pius. Dort wurde sie schon mit 25 Jahren Leiterin der Einrichtung. Familiär bedingt gab sie diese Aufgabe für einige Jahre ab.

Seit 2002 in St.-Clemens-Kita

2002 wurde für die St.-Clemens-Kita eine neue Leitung gesucht. Das war für Annette Dreier genau der richtige Zeitpunkt, um wieder durchzustarten. In den 18 Jahren dort hat sich viel verändert, doch bei all den zum Teil umfangreichen und kräfteraubenden Veränderungen standen für sie immer die Kinder im Mittelpunkt. Unter dem Leitmotto „Gebt den Kindern Wurzeln, dann wachsen ihnen Flügel“ hat sie zusammen mit ihrem 20-köpfigen Team Tag für Tag gehandelt.

Während vor zwei Jahrzehnten noch ein Betrieb mit einer geregelten Vormittags- und freiwilligen Nachmittagsbetreuung herrschte, sieht es heute anders aus. Dinge wie Übermittagsbetreuung, Sprach- und Bewegungsförderung, Bildungsgrundsätze, Gründung eines Familienzentrums, Inklusion, gesunde Ernährung, Festlegung von Erziehungsgrundlagen als Leitfaden für das Team und vieles andere habe die scheidende Kita-Chefin auf den Weg gebracht, hieß es während ihrer Verabschiedung.

„Blick über eigene Einrichtung hinaus“

Müller dankte Annette Dreier für ihre gute Arbeit auch in der Mitarbeitervertretung. In den 64 Einrichtungen des Trägers sind mehr als 1000 Mitarbeiter beschäftigt. „Diese zusätzliche Aufgabe hat mir viel Freude bereitet, weil ich dadurch einen anderen Blick über die eigene Einrichtung hinaus bekommen habe“, betonte Annette Dreier während der kleinen Abschiedsfeier in den Verwaltungsräumen des Trägers in Bielefeld.

Gutes Miteinander gehalten

Müller machte deutlich, dass Annette Dreier ein gut bestelltes Haus übergibt. Sie hätte es zudem immer verstanden, ein gutes Miteinander zwischen Team, Eltern und auch der Kirchengemeinde, die zwar die Trägerschaft abgegeben, sich aber nicht zurückgezogen habe, zu halten. In den letzten Wochen ihrer Amtszeit wurde das Außenspielgelände neu gestaltet. Dafür sponsorte Annette Dreier ein Apfelbäumchen, damit die Kinder und Kollegen sie in guter Erinnerung behalten.

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