Teilweise handele es sich um inzwischen nicht mehr infektiöse Mitarbeiter, heißt es aus Gütersloh
Weitere Corona-Fälle bei Tönnies festgestellt - Kreis: keine neue Welle

Rheda-Wiedenbrück (WB/kol/dpa). Beim Fleischkonzern Tönnies in Rheda-Wiedenbrück gibt es abermals Fälle von Corona-Infektionen. Das bestätigte eine Sprecherin der Kreisverwaltung in Gütersloh dem WESTFALEN-BLATT. Unklar sei aber, in welchem Ausmaß es sich um neue Fälle handele. Später gab die Kreisverwaltung Entwarnung.

Freitag, 24.07.2020, 10:45 Uhr aktualisiert: 24.07.2020, 14:28 Uhr
Das Tönnies-Logo auf dem Dach des Fleischwerks. Foto: dpa
Das Tönnies-Logo auf dem Dach des Fleischwerks. Foto: dpa

Laut Tönnies-Sprecher André Vielstädte stehen 30 Fälle in Rede, 22 davon seien „altpositiv“. Der Kreis-Sprecherin zufolge wurden am Donnerstag 20 positive Tests von Tönnies-Mitarbeitern bekannt. Es seien aber noch einige Fälle hinzugekommen.

Die 30 Mitarbeiter seien wie alle Beschäftigten beim Arbeitsantritt im Werk nach der wochenlangen Zwangspause getestet worden – so sei es mit den Behörden zuvor abgestimmt worden, sagte Unternehmenssprecher André Vielstädte. Nach rund 24 Stunden habe das Ergebnis vorgelegen, dann seien die Kollegen unmittelbar für den Betrieb gesperrt und in Quarantäne geschickt worden. Ob tatsächlich alle 30 Beschäftigten einen Tag lang eingesetzt waren, werde noch ermittelt.

Bei 8 der 30 Mitarbeiter müsse noch geklärt werden, ob sie sich neu mit dem Virus angesteckt haben oder ob bei ihnen ebenfalls nur eine frühere Infektion noch nachweisbar sei, sagte Vielstädte. Nach einer Infektion könne das Ergebnis noch bis zu zehn Wochen lang positiv ausfallen, obwohl der Betroffene nicht mehr infektiös sei.

Nach wochenlanger Schließung wegen des massenhaften Corona-Ausbruchs wird derzeit im Unternehmen wieder geschlachtet.

Kreis: nur drei echte Neuinfektionen, keine Details zu zehn Auswärtigen

Vom Kreis Gütersloh hieß es in einer Stellungnahme am Freitagmittag: „Aus Sicht der Abteilung Gesundheit kann von einer zweiten Welle nicht die Rede sein. Die Fachleute sind sich einig, dass die positiven Tests zum größten Teil auf Restpositivität aus der ersten Welle zurückzuführen sind. Von 31 der positiven Befunde sind lediglich drei echte Neuinfektionen, 18 ließen sich nach Datenabgleich solchen Personen zuordnen, die in der ersten Welle infiziert waren, die Quarantänezeit in Isolation durchlaufen haben und jetzt nicht mehr infektiös sind. Allerdings gehen diese Personen zunächst wieder in Quarantäne und werden einer ärztlichen Untersuchung unterzogen. Die restlichen zehn Positivtests gehören zu Personen außerhalb des Kreises Gütersloh und werden von den dortigen Gesundheitsämtern bearbeitet. Seit der Schlachtbetrieb bei Tönnies wieder läuft, müssen alle Mitarbeiter die auf dem Betriebsgelände tätig sind, zweimal pro Woche abgestrichen werden. Darüber hinaus wurde das Unternehmen verpflichtet, eine Testung von Reiserückkehrern eine Woche lang täglich durchzuführen. Bei den drei neu infizierten Personen läuft derzeit das Kontaktmanagement. Die zuständigen Gesundheitsämter für die übrigen positiv getesteten Personen sind informiert.“

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