Rheda-Wiedenbrück
Schüler: Maskenpflicht ist Zumutung

Rheda-Wiedenbrück (kvs) - Erst übte Daniel Ackermann harsche Kritik an der schrittweisen Wiederaufnahme des Frontalunterrichts. Dann forderte er Chancengleichheit beim digitalen Lernen und verfasste eine Petition. Aktuell treibt ihn die Maskenpflicht an den Bildungsstätten um.

Dienstag, 18.08.2020, 17:53 Uhr aktualisiert: 18.08.2020, 18:31 Uhr
Rheda-Wiedenbrück: Schüler: Maskenpflicht ist Zumutung

Als Mitglied der Bezirksschülervertretung im Kreis Gütersloh wundert es Ackermann, 19-jähriger Auszubildender zum Bürokaufmann, eigenen Angaben zufolge doch sehr, wenn im Unterricht Maskenpflicht herrscht, nicht aber auf Hochzeitsfeiern und am Restauranttisch. Es sei ohnehin kaum nachvollziehbar, wie der Infektionsschutz im Klassenzimmer gewährleistet werden soll, wenn dort bis zu 30 Kinder und Jugendliche zusammenhocken. 

Wertvolle Zeit vertan

Zu allem Überfluss seien die Einrichtungen auf sich allein gestellt. Das Land habe wertvolle Zeit verstreichen lassen, um beispielsweise räumliche Kapazitäten zu schaffen, kritisiert Daniel Ackermann. Das sei umso erschreckender, das NRW-Schulministerin Gebauer ja schließlich schon länger wisse, dass die Bildungsstätten im Land nach der coronabedingten Auszeit und den Ferien wieder öffnen würden. Unterricht im Schichtbetrieb, kleinere Gruppen, Gewinnung von zusätzlichem Platz – nichts von alldem sei in Angriff genommen worden. Stattdessen Maskenpflicht.

 „Bis zu neun Stunden am Tag mit Mund-Nasen-Schutz ist keine geeignete Lösung. Das wirkt sich negativ auf die Konzentration und schlimmstenfalls auch auf die Leistungen aus. Das kann kaum das Ziel von Schule sein“, moniert Ackermann. „Irgendwann konzentriert man sich mehr aufs Atmen als auf den Unterricht.“ Zweifelsohne genieße Sicherheit Priorität, dennoch: Über so große Zeiträume und mit Blick auf die vergangenen Hitzetage sei eine Maske eine Zumutung. 

Einheitliche Regelung gefordert

Kämpfen will Ackermann zudem für eine verbindliche Hitzefreiregelung, wie sie für die Sekundarstufe I existiert. Zwar habe das Land die Vorgaben gelockert, „dennoch bleibt es nach wie vor den Schulen überlassen, wann sie die Schüler nach Hause schicken“. Es gebe kein einheitliches Konzept, was insofern bedauerlich sei, „dass auch hier die Gesundheit aller Beteiligten an oberster Stelle stehen sollte“.

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