Rheda-Wiedenbrück
Befragte lehnen Einkaufszentrum ab

Rheda-Wiedenbrück (gl/kvs) - Die Wählergemeinschaft Move hat das Ergebnis der Petition „Wohnraum statt Einkaufszentrum“ an Bürgermeister Theo Mettenborg übergeben. Mehr als 1250 Bürger haben ihre Ablehnung zu den Planungen eines Gewerbekomplexes zum Ausdruck gebracht. 

Montag, 14.09.2020, 08:04 Uhr aktualisiert: 14.09.2020, 08:46 Uhr
Rheda-Wiedenbrück: Befragte lehnen Einkaufszentrum ab

Rund 160 von ihnen haben ihr Votum zu den Planungen eines Gewerbekomplexes an der Kolpingstraße in Rheda mit Bemerkungen und Kommentaren unterlegt. Einig sei sich der Rathauschef mit den beiden Wahlkreiskandidaten darin gewesen, dass diese Maßnahme wohl eher nicht zur Belebung der Rhedaer Innenstadt beitragen würde, heißt es in einer Pressemitteilung von Move. „Über diese Maßnahme wird in der nächsten Zeit sicherlich nochmal intensiv diskutiert werden müssen,“ wird Bürgermeister Theo Mettenborg zitiert. 

Vorbei am Willen der Bevölkerung

„Wir dürfen als Politik nicht wieder am Willen der Bevölkerung vorbei agieren. Und die Bürgerschaft will das Einkaufszentrum mit großer Mehrheit nicht“, leitet Mario Brinkhaus von Move als wesentliches Ergebnis aus der Umfrage ab. Er ist davon überzeugt: Am Wahlsonntag haben die Stimmberechtigten auch über dieses Thema abgestimmt. 

Bereits während der jüngsten Sitzung des Bau-, Stadtentwicklungs-, Umwelt- und Verkehrsausschusses übte Move-Gründer Thomas Theilmeier-Aldehoff deutliche Kritik an der CDU und einem Interview, das die Stadtverbandsvorsitzende Henrika Küppers, der Bauausschussvorsitzende Georg Effertz (CDU) und der Fraktionschef Uwe Henkenjohann zu diesem Thema – eingebettet in den Wahlkampf – einem Magazin gegeben hatten. Die Christdemokraten äußerten sich in dem Beitrag unter dem Titel „Wahrheit und Klarheit“ umfassend zum Vorhaben und sagen, dass von einem Einkaufszentrum keine Rede sein könne, weil sich angeblich das angekündigte Kleinkaufhaus und ein 300 Quadratmeter großer Textilhandel „nicht auftun“. Theilmeier sagt, das sei eine bewusste Täuschung seitens der CDU. Die Union stelle eine Behauptung in den Raum, für die es gar keinen erforderlichen Ratsbeschluss gebe. Vielmehr sei es doch so, dass die beiden genannten Geschäfte ebenso wie einige andere nach wie vor in den Planungen seien. 

Wohnungen und Geschäfte

Zu dem viel diskutierten Vorhaben hatte bekanntlich ein städtebaulicher Wettbewerb stattgefunden. Erklärtes Ziel ist es, dass das neu zu entwickelnde Areal mit der Rhedaer Innenstadt vernetzt werden soll und die Rolle des Ortskerns als Wohn- und Einkaufsstandort stärkt. Aus den acht Teilnehmern ging im vorigen September das Kölner Architekturbüro Kottmair als Sieger hervor. Es hatte die Jury mit seinem Entwurf dazu, wie Vollsortimenter, Kleinkaufhaus, ein Drogerie- sowie ein Textilfachmarkt mit Wohnungen in Einklang zu bringen sind, überzeugt. Zudem sind 63 Wohnungen vorgesehen. Die CDU sprach im Interview von 70.

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