Rheda-Wiedenbrück
Politik sorgt sich um heimische Wälder

Rheda-Wiedenbrück (eph) - Die Offene Liste, die sich von der Partei Bündnis 90/Die Grünen abgespalten hat, sorgt sich um den Zustand der Bäume und Wälder im Stadtgebiet.

Dienstag, 02.03.2021, 17:24 Uhr aktualisiert: 02.03.2021, 17:46 Uhr

In einem Antrag an Bürgermeister Theo Mettenborg und den Umweltausschussvorsitzenden Peter Rentrup beantragt die Fraktionsvorsitzende Sonja von Zons, das Thema „Situation der Bäume und Wälder in Rheda-Wiedenbrück“ zeitnah in dem Fachgremium zu behandeln. Zur Begründung heißt es: „Wälder sind unsere Verbündeten im Kampf um ein gesundes Klima und den Erhalt der Artenvielfalt. Bäume dienen als Kohlenstoffspeicher und besonders in der Stadt als natürliche Klimaanlage. Sie spenden Schatten, und durch Verdunstung erhöht sich die Luftfeuchtigkeit. Dadurch sinken die Temperaturen um mehrere Grad Celsius.“ Und weiter: Bäume reinigten die Luft, da sich Staubteilchen und Schmutzpartikel an Blättern sowie Ästen ablagerten. Durch Photosynthese produzierten sie zudem Sauerstoff und sorgten für gesunde reine Luft.

Antrag der Offenen Liste wird positiv aufgenommen

Im Umweltausschuss wurde der Antrag der Offenen Liste durchweg positiv aufgenommen. Erster Beigeordneter Dr. Georg Robra sicherte eine Erhebung „mit Bordmitteln der Stadt“ zu. Tiefbauamtsleiter Michael Duhme brachte darüber hinaus den Landesbetrieb Forst ins Gespräch, mit dem man ohnehin zusammenarbeite. „Der kann für die 270 Hektar städtischen Wald ein Gutachten erstellen.“ Nach Ansicht von Alwin Wedler (Grüne) müsse eine derartige „Wald-Matrix“ Angaben über die Stückelung der Flächen, den Zustand, die Baumarten, aber auch akute Probleme wie etwa die ständige Ablagerung von Grünabfällen im Bereich des Fasanenwalds in Rheda enthalten. Derweil fragte Dirk Kamin (FWG) nach dem „Warum“ des Waldzustands, um zumindest für den Rhedaer Forst sogleich eine Antwort zu liefern: „Hier wird den Bäumen durch die Wassergewinnung das Grundwasser entzogen.“

Anpflanzung borkenkäferresistenter Bäume vorgeschlagen

Was die Zukunft der Waldgebiete anbelangt, sprach sich Gerald Krohn, sachkundiger Bürger der Offenen Liste, für die Anpflanzung klima- und borkenkäferresistenter Bäume aus. Einstimmig votierten die Mitglieder des Ausschusses nach kurzer Diskussion dafür, die städtische Abteilung „Grünflächen und Bäder“ mit der Vorbereitung eines Berichts über den Zustand von Bäumen und Wäldern in Rheda-Wiedenbrück zu beauftragen. Darüber soll dann in einer der nächsten Sitzungen gesprochen werden.

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