Fleischkonzern hat in Gutachten Wertschöpfung, Nutzen und Lasten untersuchen lassen – Kritik von Gewerkschaft
Welche Rolle Tönnies in OWL spielt

Rheda-Wiedenbrück -

Der Corona-Ausbruch im Stammwerk Rheda-Wiedenbrück im Juni 2020 hat die Debatte um den Fleischkonzern Tönnies sowie die Arbeits- und Lebensbedingungen angefacht. Es stand sogar der Vorwurf im Raum, dass Tönnies der Region mehr schade als nutze. Der Konzern hat nun in einer Studie seinen wirtschaftlichen Nutzen, aber auch die Lasten im Zusammenhang mit dem Unternehmen in Ostwestfalen untersuchen lassen. Von Oliver Horst,  
Freitag, 16.04.2021, 20:03 Uhr
Veröffentlicht: Freitag, 16.04.2021, 20:03 Uhr
Arbeiter im Tönnies-Stammwerk in Rheda. Der Studie zufolge übersteigt die Wertschöpfung mit 72.825 Euro pro Kopf die Lasten um 40.000 Euro.
Arbeiter im Tönnies-Stammwerk in Rheda. Der Studie zufolge übersteigt die Wertschöpfung mit 72.825 Euro pro Kopf die Lasten um 40.000 Euro.
„Das Gutachten soll dazu beitragen, die Diskussion zu versachlichen und wieder in einen Dialog einzutreten“, sagt Tönnies-Sprecher André Vielstädte. Das Institut für Marktorientierte Unternehmensführung der Ludwig-Maximilians-Universität München hat im Auftrag des Konzerns dessen wirtschaftlichen Fußabdruck in der Region analysiert. Prof. Dr. Manfred Schwaiger kommt in seinem Gutachten zu einem jährlichen Gesamtnutzen zwischen 325 und 625 Millionen Euro in Ostwestfalen. Dem stünden Kosten sowie Leistungen des Staates von rechnerisch bis zu 230 Millionen Euro gegenüber. Der wirtschaftliche Vorteil betrage durch jeden der 7150 Beschäftigten im Schnitt rund 40.000 Euro.
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