Nach dem Überfall auf ein Bruderpaar in Westerwiehe erhält die Polizei mehr als 250 Hinweise
Mord in Westerwiehe: Es ging wohl ums Geld

Kreis Gütersloh (WB). Der Überfall ist gut geplant, als am Mittwoch, 4. November 2015, kurz vor Mitternacht zwei oder mehrere Täter in den einsam gelegenen Bauernhof an der Lipplingstraße in Rietberg-Westerwiehe eindringen. Die ahnungslosen Bewohner, die Brüder Heinz (64) und Werner (63) S., werden sofort attackiert, gefesselt und brutal misshandelt.

Mittwoch, 06.01.2016, 00:37 Uhr aktualisiert: 06.01.2016, 09:29 Uhr
Nach dem Überfall auf ein Bruderpaar in Westerwiehe erhält die Polizei mehr als 250 Hinweise  : Mord in Westerwiehe: Es ging wohl ums Geld
Bereitschaftspolizisten haben zwei Tage lang das Umfeld des Bauernhofes in Rietberg-Westerwiehe nach Spuren durchkämmt. Gefunden wurde lediglich ein Hundefangstock. Foto: Wolfgang Wotke

Während sich der jüngere Bruder retten und zu Nachbarn flüchten kann, stirbt der ältere an seinen schweren Kopfverletzungen. Seitdem jagt eine 13-köpfige Mordkommission die Mörder. Bislang ohne Erfolg. Der Fall schockiert bis heute den 2400 Einwohner großen Ortsteil von Rietberg.

Fest steht lediglich, dass die Täter mit äußerster Brutalität vorgegangen sein müssen und dass es wohl um Geld ging. Das bestätigte am Dienstag der Bielefelder Staatsanwalt Christoph Mackel: »Natürlich spielte Geld eine Rolle. Aber wie viel letztendlich geraubt worden ist, dazu wollen wir nichts sagen. Das ist Täterwissen.«

Es gibt  Phantombilder von zwei Männern, die vor der Tat dort im Umfeld von Zeugen gesehen worden sind. Ob sie etwas mit dem Verbrechen zu tun haben, ist unklar. Mehr als 250 Hinweise, so Polizeisprecher Michael Kötter, sind bislang aus der Bevölkerung eingegangen. Einen konkreten Tatverdacht habe sich  daraus allerdings noch nicht ergeben.

Zu dem Hundefangstock, den die Kripo in der Nähe des Bauernhofes in Rietberg-Westerwiehe entdeckt hatte und dessen Bild veröffentlicht wurde, gibt es nicht einen einzigen Hinweis. Die Ermittler vermuteten am Anfang, dass die Täter damit die beiden Hunde der Opfer einfangen wollten. Mackel: »Inzwischen glauben wir nicht mehr daran, dass dieses Metallgerät etwas mit dem Überfall zu tun hat. Gänzlich ausschließen können wir das jedoch nicht.«

Werner S., der auf seinem Hof eine Autowerkstatt betreibt, ist nach dem Überfall noch immer nicht in sein Wohnhaus zurückgekehrt. Ab und zu, so erzählen es seine Nachbarn, sehe man ihn tagsüber, wie er an Autos schraubt.

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