Stadt beherbergt derzeit nicht genug Flüchtlinge – Zahl soll langsam steigen
Mit 70 Personen unter dem Soll

Rietberg (WB). Geht es rein nach den Zahlen, so beherbergt die Stadt Rietberg im Moment nicht genug Flüchtlinge. Die »Erfüllungsquote«, herausgegeben von der zuständigen Bezirksregierung in Arnsberg, liegt (Stand 1. Juli) bei 85,98 Prozent. »Wir liegen damit ungefähr 70 Personen unter dem Soll«, sagt Bürgermeister Andreas Sunder auf Anfrage des WESTFALEN-BLATTS, betont aber zugleich: »Das ist eher ein theoretischer Ansatz.«

Samstag, 20.08.2016, 06:59 Uhr
Die Containeranlage an der Sandfeldstraße ist seit April bezugsfertig, steht aber derzeit leer, weil es keine Zuweisungen gegeben hat. Foto: Petra Blöß
Die Containeranlage an der Sandfeldstraße ist seit April bezugsfertig, steht aber derzeit leer, weil es keine Zuweisungen gegeben hat. Foto: Petra Blöß

Denn eines ließe sich schon jetzt sagen: »Wir werden nicht von heute auf morgen schlagartig auf die 100-Prozent-Quote anwachsen. Vielmehr ist beabsichtigt, die Zuweisung in einem verträglichen Rahmen zu erhöhen.« In den vergangenen Monaten habe es bekanntlich gar keine Zuweisungen gegeben.

Sunder erklärte, die Verwaltung sei gerade dabei, mit der Bezirksregierung in Arnsberg zu vereinbaren, in welchem Umfang und in welchem Zeitraum man die Quote wieder erhöhen könne: »Dieser Abstimmungsprozess läuft noch.«

Rietberg ist übrigens nicht allein mit einer zu niedrigen Quote. Die Verler liegen knapp unter dem Soll mit 96,61 Prozent, in Harsewinkel sind es 77,86 Prozent, in Rheda-Wiedenbrück sogar nur 69,37. Flüchtlinge, deren Asylantrag anerkannt wurde, fallen aus der Berechnung der Aufnahmequote heraus. Das ist einer der Hauptgründe, warum diese Zahl sinkt und deshalb mit weiteren Zuweisungen zu rechnen ist.

Den ausführlichen Bericht lesen Sie am Samstag, 20. August, im WESTFALEN-BLATT, Ausgabe Rietberg.

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