Nach Überfall auf Brüder: Polizei setzt speziell ausgebildetes Tier ein
Hund findet 200.000 Euro in Rietberger Mordhaus

Rietberg (WB). Nach dem brutalen Überfall im November auf ein Brüderpaar in Rietberg-Westerwiehe, bei dem der 64-jährige Heinz S. getötet worden ist, hat ein Polizeihund fast 200.000 Euro aufgespürt. Das Geld lag im Mordhaus.

Dienstag, 23.08.2016, 03:00 Uhr
Banknotenspürhund Tyson bei seiner Vorstellung durch die Polizei im Jahr 2011. Foto: dpa
Banknotenspürhund Tyson bei seiner Vorstellung durch die Polizei im Jahr 2011. Foto: dpa

Wie jetzt bekannt wurde, forderten die Beamten schon kurz nach der Tat einen sogenannten Banknotenspürhund aus Bayern an. Die Polizei in NRW hatte derartig ausgebildete Hunde vor vier Jahren wegen mangelnder Erfolgschancen abgeschafft. Der niederländische Schäferhund Tyson vom Polizeipräsidium Mittelfranken war jedoch erfolgreich: Er schnupperte in Rietberg minutenlang am Tatort und witterte die Geldscheine unter einem verrosteten Bettgestell – es waren exakt 199.995 Euro.

Insgesamt fast 400.000 Euro Bargeld im Haus

Der zweite Bruder, Werner S., überlebte den Überfall schwer verletzt. Auch er hatte viel Bargeld im Haus. Er konnte vom Krankenbett aus der Mordkommission sein Versteck beschreiben. In einem Abstellraum fanden die Beamten zwei Geldkassetten mit insgesamt 193.000 Euro. Wo sein Bruder Heinz sein Geld versteckt hatte, wusste Werner S. aber nicht. Deshalb setzte die Polizei den Spürhund ein. Insgesamt stellten die Ermittler somit annähernd 400.000 Euro sicher. Woher dieses Geld stammt und warum die Brüder so viel Bargeld zu Hause aufbewahrt haben, ist bislang nicht bekannt.

Nach WESTFALEN-BLATT-Informationen hatten es die Angreifer auf dieses Barvermögen abgesehen, als sie am 4. November kurz vor Mitternacht in das einsam gelegene Gebäude eindrangen. Ein Peilsender der Polizei am Auto eines der Verdächtigen soll die Mordkommission auf die Spur der Männer gebracht haben. Es wurde wegen Reifendiebstahls ermittelt.

Mehr dazu lesen Sie am Dienstag, 23. August, im WESTFALEN-BLATT.

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