Verteidiger hatten versucht, die Aussage der Frau zu verhindern
Raubmordprozess: Freundin eines Angeklagten sagt als Zeugin aus

Bielefeld/Rietberg(dpa). Im Prozess um einen Raubmord an einem Brüderpaar in Rietberg-Westerwiehe (Kreis Gütersloh) hat eine erste Zeugin ausgesagt. Die 28-jährige Freundin eines der Angeklagten schilderte am Donnerstag vor dem Landgericht Bielefeld, wie die Männer am Tatabend zurück in die gemeinsame Wohnung kamen.

Donnerstag, 08.09.2016, 16:35 Uhr aktualisiert: 08.09.2016, 16:39 Uhr
Die Polizei am Tatort in Rietberg. Foto: Wolfgang Wotke
Die Polizei am Tatort in Rietberg. Foto: Wolfgang Wotke

In einer Handtasche hatten sie Bargeld, ihre Kleidung war zum Teil nass und zerrissen. An der Hand und am Auge war der 46-Jährige verletzt. Von dem Überfall auf das Brüderpaar, bei dem im November 2015 ein 64-jähriges Opfer starb und sein ein Jahr jüngerer Bruder schwer verletzt wurde, habe sie erst später durch die Polizei erfahren, sagte die Zeugin.

Die Verteidiger hatten zuvor versucht, die Aussage der Frau zu verhindern. Wegen einer Verlobung mit dem Angeklagten müsse die Frau sich auf ihr Zeugnisverweigerungsrecht berufen dürfen. Das Gericht wies das nach einer Befragung zu dem Umständen des Eheversprechens als unbegründet zurück.

Angeklagt sind wegen gemeinschaftlichen Mordes zwei Männer im Alter von 46 und 49 Jahren. Zur den Vorwürfen äußern sie sich nicht. Ein dritter Täter ist auf der Flucht. Gemeinsam sollen sie das Brüderpaar überfallen, gefesselt und gequält haben, um an rund 400.000 Euro zu kommen. Das Geld blieb, bis auf eine kleine Summe, unentdeckt.

Nach dem Raubüberfall hatte ein Polizeihund noch weitere 200.000 Euro Bargeld im Haus der Opfer gefunden.

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