Do., 18.01.2018

Sturm im Kreis Gütersloh richtet erheblichen Schaden an Feuerwehr im Dauereinsatz

Auf der alten B68, auf der Schlossstraße und auf der Trapphoffstraße (Foto) in Schloß Holte-Stukenbrock blockierten Bäume die Straßen. Die Feuerwehr rückte in Trupps an, die Hindernisse zu beseitigen.

Auf der alten B68, auf der Schlossstraße und auf der Trapphoffstraße (Foto) in Schloß Holte-Stukenbrock blockierten Bäume die Straßen. Die Feuerwehr rückte in Trupps an, die Hindernisse zu beseitigen. Foto: Monika Schönfeld

Gütersloh/Rietberg/Rheda-Wiedenbrück/Verl/Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Schulen im Kreis Gütersloh schließen wegen des Sturmtiefs »Friederike« früher.

Schulen in Rietberg, Verl und SHS

Das hat unter anderem die Stadt Rietberg als Schulträger am Morgen beschlossen. Alle Grundschulen im Rietberger Stadtgebiet schließen am Donnerstag nach der zweiten Stunde. Das Rietberger Schulzentrum beendet den Unterricht heute nach der dritten Stunde. »Es soll möglichst gewährleistet werden, dass alle Schüler vor der schlimmsten Phase des Sturms wieder zu Hause sind«, teilt die Stadtverwaltung mit.

Die Schüler der weiterführenden Schulen in Schloß Holte-Stukenbrock und Verl können ebenfalls nach der vierten Stunde nach Hause gehen.

Sämtliche Sporthallen, die Cultura und der Gartenschaupark bleiben ebenfalls geschlossen. Das geplante Cultura-Kino fällt ebenfalls aus. Außerdem schließen auch die Jugendtreffs in Mastholte, Neuenkirchen und Rietberg. »Zwar soll nach jetzigen Prognosen der schlimmste Sturm am Nachmittag vorüber sein, die Stadtverwaltung Rietberg sieht dennoch davon ab, Veranstaltungen und Sportstunden am Abend stattfinden zu lassen. Denn nach dem Sturm müssen sämtliche Gebäude auf Schäden und potenziale Gefahrenstellen geprüft werden«, heißt es von der Stadt.

Der gesamte öffentliche Personenverkehr in Rietberg ist in Abstimmung mit den Busbetreibern eingestellt worden.

Seit 12 Uhr mittags waren beide Löschzüge der Freiwilligen Feuerwehr Schloß Holte-Stukenbrock unter der Leitung von Stadtbrandmeister Claus Oberteicher im Einsatz. Bis 14.15 Uhr haben die Teams bereits 67 Einsätze gehabt. Am Buschweg war eine 18 Meter hohe Fichte auf ein Haus gefallen. Polizei und Feuerwehr haben die alte B68 (Bielefelder Straße) gesperrt, die von der Kreuzkrug-Kreuzung bis zum Ortseingang Stukenbrock durch Wald führt. Gesperrt war auch die Schlossstraße durch den Holter Wald. Und immer wieder wurden Straßen gesperrt, bis die Feuerwehrtrupps mit ihren Motorsägen die Bäume zerkleinert hatten. Beim Sportverein Schwarz-Weiß Sende hat der Sturm das Dach des alten Sportheims abgedeckt. Verletzt wurde in Schloß Holte-Stukenbrock niemand.

Zusätzliche Busse in Rheda-Wiedenbrück

In Rheda-Wiedenbrück gibt es zusätzliche Busse für den Schulbetrieb, wie die Stadt mitteilt: »Wir als Schulträger haben einen Schülerspezialverkehr eingerichtet, also zusätzliche Busse zur Verfügung gestellt, damit Schüler vor dem Sturm-Höhepunkt (wird zwischen 13 und 14 Uhr erwartet) die Möglichkeit haben, nach Hause zu kommen. Schüler, die nicht abgeholt oder zuhause nicht betreut werden können, bleiben in den Schulen und werden dort so lange betreut, bis sich die Wetterlage beruhigt hat.«

Den gesamten Donnerstag sind die städtischen Turn- und Sporthallen, die Außensportanlagen und die Kleinschwimmhallen gesperrt.

Die Abfuhr der gelben Säcke und der Komposttonne ist von der ausführende Firma Tönsmeier aufgrund des Sturms abgebrochen worden, heißt es in der Mitteilung aus Rheda-Wiedenbrück weiter.

Die Anlieger, deren Straßen bis jetzt nicht abgefahren wurden, werden gebeten, ihre gelben Säcke wieder einzusammeln. Diese Bereiche werden in den nächsten Tagen nachgefahren. Darüber hinaus ist der Recyclinghof für den Rest des Tages geschlossen.

Gütersloh

Die Stadt Gütersloh rät Bürgern, möglichst zu Hause zu bleiben, Waldbereiche, Parks und Spielplätze – kurzum: – mit Bäumen bewachsene Grünanlagen – bis auf Weiteres zu meiden.

Die Feuerwehr der Stadt Gütersloh hat sich mit entsprechender Personalstärke auf den Sturm vorbereitet und einen örtlichen Stab gebildet, um die Einsätze zu koordinieren. Stand 12.30 Uhr wurden im Kreis bereits 50 Einsätze verzeichnet, im wesentlichen umgestürzte Bäume.

Auch der Fachbereich Stadtreinigung hat Stand 12.30 Uhr die Müllabfuhr eingestellt und Notfallteams aus dem Bereich Straßenunterhaltung gebildet, die z.B. für Räumeinsätze zur Verfügung stehen.

Hausmüll und Kompost, der heute nicht abgeholt werden kann, wird nach Auskunft von Matthias Maurer, Leiter des Fachbereichs Stadtreinigung, am Freitagnachmittag und Samstag abtransportiert. Joachim Koch, Leiter der Feuerwehr Gütersloh, bittet Bürger und Bürgerinnen und Bürger um Verständnis, dass Rettungs- und schwerwiegende Schadenseinsätze, die zu massiven Beeinträchtigungen führen, in den nächsten Stunden Vorrang haben und bittet darum, nur solche Sachschäden der Feuerwehr zu melden.

 

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