Mi., 21.03.2018

Traditionsbetrieb bildet junge Menschen im Metallbauhandwerk aus Auszeichnung für Freise

Finden die Ausbildung vielseitig (von links): Justin Schlüter, Lukas Börger, Emre Kasapoglu, Agenturchef Thomas Richter, Andrej Probst, Inhaber und Ausbilder Bernhard Horstmann, Klaus Becker, Mohamed Keita und Batuan Türkmen (Praktikant).

Finden die Ausbildung vielseitig (von links): Justin Schlüter, Lukas Börger, Emre Kasapoglu, Agenturchef Thomas Richter, Andrej Probst, Inhaber und Ausbilder Bernhard Horstmann, Klaus Becker, Mohamed Keita und Batuan Türkmen (Praktikant).

Rietberg (WB). Die Bundesagentur für Arbeit hat jetzt die Firma Horstmann-Freise mit dem offiziellen Ausbildungszertifikat ausgezeichnet. Der seit 1922 familiengeführte Traditionsbetrieb aus Rietberg bildet junge Menschen im Metallbauhandwerk aus. Das Ausbildungszertifikat würdigt das Engagement in der Nachwuchsarbeit und wird einmal im Jahr an einen Ausbildungsbetrieb im Kreis Gütersloh verliehen.

»Seit zehn Jahren verleihen wir schon diese besondere Urkunde. Der Betrieb ist ein gutes Beispiel dafür, wie das Thema Fachkräftenachwuchs nach vorne gebracht werden kann. Dass es dieses Mal ein Kleinunternehmen aus dem Handwerk und dem ländlichen Rietberg ist, finde ich gut. Uns beeindruckt die hohe Ausbildungsquote im Betrieb von fast 50 Prozent. Hier kümmert sich – neben den langjährigen Facharbeitern – der Firmeninhaber persönlich um die Auszubildenden«, lobt Thomas Richter, Leiter der Arbeitsagentur Bielefeld/Gütersloh.

Der 48-jährige Metallbaumeister Bernhard Horstmann führt seit 1996 das Unternehmen als Geschäftsführer und seit 2009 als alleiniger Gesellschafter. Horstmann beschäftigt sechs im eigenen Betrieb ausgebildete Facharbeiter, eine Bürokraft, sechs Auszubildende zum Metallbauer (Konstruktionstechnik) und einen Praktikanten. Unter den Auszubildenden ist auch der 21-jährige Mohamed Keita aus Guinea. »Über ein Vorpraktikum konnten wir Mohamed für eine Ausbildung zum Metallbauer begeistern. Natürlich muss er noch weiter Deutsch lernen, um auch in der Berufsschule gut zurecht zu kommen. Er erhält dafür dreimal in der Woche zusätzlichen Unterricht. Ich sehe Potenzial in ihm, er ist zuverlässig und versteht sich gut mit den Kollegen«, sagt Horstmann.

Auch Rietbergs Bürgermeister Andreas Sunder schätzt dieses Engagement: »Es ist ein Vorzeigeunternehmen, wie ich finde. Der Betrieb genießt einen guten Ruf als Ausbildungsbetrieb, was sich hier auf dem Land bereits bei allen herumgesprochen hat.«

Fragt man die Nachwuchskräfte, was ihnen an der Firma gefällt, ist es der familiäre Umgang. Sie duzen sich untereinander, auch den Chef. Bernhard Horstmann erklärt Schwierigkeiten in der Berufsschule oder das Vorbereiten auf Prüfungen zur Chefsache. Die erfahrenen Gesellen unterstützen aktiv bei der Ausbildung des Nachwuchses. Die angehenden Metallbauer erhalten eine vielseitige Ausbildung und arbeiten von Anfang an aktiv an den Kundenaufträgen mit. Sie begleiten einen Kundenauftrag durch alle Phasen: Vom Ausmessen beim Kunden vor Ort über die Fertigung in der Werkstatt bis hin zur Montage beim Kunden.

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