Mo., 23.04.2018

Rietberg: Kinder freuen sich über das tolle Geschenk zum Landesgartenschau-Jubiläum Ein Rutschenturm zum Geburtstag

Genau das Richtige für kleine Abenteurer: In vier Metern Höhe verbindet eine 18,80 Meter lange Hängebrücke die beiden Rutschentürme. Also links rauf, in der Mitte rüber und rechts mit vollem Karacho runter.

Genau das Richtige für kleine Abenteurer: In vier Metern Höhe verbindet eine 18,80 Meter lange Hängebrücke die beiden Rutschentürme. Also links rauf, in der Mitte rüber und rechts mit vollem Karacho runter. Foto: Petra Blöß

Von Petra Blöß

Rietberg (WB). Der Gartenschaupark ist um eine rutschige Attraktion reicher. Seit Sonntag ist der neue Rutschenturm im Parkteil Neuenkirchen freigegeben.

Und: Es wurde Geburtstag gefeiert, denn genau vor zehn Jahren begann die Erfolgsgeschichte des gut 40 Hektar großen Naherholungsgeländes. 2008 war das Gelände für die NRW-Landesgartenschau freigegeben worden, und anders als ursprünglich gedacht konnten weite Teile der Flächen als Spiel-, Natur-, Wasser-, Kultur- und Erlebnisgelände beibehalten werden. Seither schreibt der Park Erfolgszahlen – auch dank stetiger Ausbauten und Attraktionen.

Schon 1999 hatte André Kuper, damals Bürgermeister, heute Landtagspräsident, die Idee der Ausrichtung einer LGS nach Rietberg gebracht. Im Jahr 2001 gab es einen mehrheitlichen Ratsbeschluss, parallel liefen die Planungen zu Verbesserung der verkehrlichen Infrastruktur, zum Neubau einer Kulturhalle und den Umbau der Flächen an.

Nicht mal zwei Jahre Zeit

2006 erhielt Rietberg den Zuschlag. Manfred Lorenz von der Landesarbeitsgemeinschaft für Gartenbau und Landschaftspflege: »Normalerweise braucht es drei bis vier Jahre für die Vorbereitung, doch Rietberg hatte eigentlich gar keine Zeit, nicht einmal ganze zwei Jahre.« Das habe vorher keiner geschafft und ebenso wenig sei es bis dahin gelungen, den Durchführungshaushalt mit einem satten Plus abzuschließen.« André Kuper erinnerte an die Anfangszeit und daran, was dank der LGS habe geschaffen werden können. Cultura, Lind-Hotel, Lind am See, natürlich der gesamte Park selbst, Umgehungsstraßen, Radwege und vieles mehr seien in kürzester Zeit entstanden. Professor Heinz W. Hallmann, Verfasser der Machbarkeitsstudie: »Es muss einen guten Bürgermeister geben, eine gute Stadtverordnetenversammlung und, es müssen die Bürger der Stadt mit dabei sein.«

Rietis Familie aus Zuckerguss

Er, wie auch Kuper, Lorenz, Parkgeschäftsführer Peter Milsch und Bürgermeister Andreas Sunder durchschnitten das symbolische Band für die neue Spielanlage, die an den großen, 2013 eröffneten Rutschenturm angedockt ist und am Rande der Sennebachspielauen endet. Kuper und Sunder schnitten zudem ein weiteres Meisterstück aus der Backstube von Ferdi Reineke an, eine riesige Geburtstagstorte, mit den Konterfeis der Maskottchenfamilie Rieti aus Zuckerguss.

Der enorme Rietberger Bürgerzuspruch war auch zum Geburtstagsfest am Sonntag wieder zu erleben. Hunderte von Rietbergern, insbesondere Familien mit kleinen Kindern, die zappelig der Freigabe des neuen Rutschenturmes und der Hängebrücken entgegensahen, nahmen an der Veranstaltung teil.

Wie stark das gesamte Projekt auf Messers Schneide stand, dürfte heute kaum noch jemand wissen. Denn 2005, ein Jahr vor dem Zuschlag, wollte die rot-grüne Landesregierung Landesgartenschauen vollkommen abschaffen.

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