Sa., 13.10.2018

Diskussion um Grafschaftslauf im Rat – Schirmherr hat spezielle Wünsche Stadt gibt Geld für zwei Jahre

Der Grafschaftslauf würde 2019 mit dem Marienfelder Lutterlauf, hier eine Impression aus diesem Jahr, terminlich kollidieren. Deshalb wird die Premiere erst 2020 sein.

Der Grafschaftslauf würde 2019 mit dem Marienfelder Lutterlauf, hier eine Impression aus diesem Jahr, terminlich kollidieren. Deshalb wird die Premiere erst 2020 sein. Foto: Markus Nieländer

Von Petra Blöß

Rietberg  (WB). Der Termin für die Premiere des Grafschaftslaufes steht: Doch anders, als es die Bürgermeister der drei involvierten Kommunen Rietberg, Verl und Schloß Holte-Stukenbrock verkündet hatten, wird der Startschuss nicht am 25. August 2019, sondern erst am letzten Augustsonntag im Jahr 2020 erfolgen. Seitens der Stadt Rietberg sollen für die ersten beiden Auflagen jeweils bis zu 20.000 Euro Zuschuss fließen.

Auf einen längeren Zeitraum, seitens der Verwaltung waren drei bis fünf Jahre vorgeschlagen worden, mochten sich die Ratsvertreter am Donnerstagabend nicht einlassen. Mehr als eine Stunde diskutierten die Fraktionsmitglieder in der jüngsten Ratssitzung, in der Thorsten Nöthling, in die Vorbereitungen involvierter Experte aus Verl, Rede und Antwort stand. Genau das hatten vorher die Mitglieder des Fachausschusses verlangt. Zum Rat legte die Verwaltung eine Aufstellung vor, in der die geschätzten Ausgaben und Einnahmen im Detail aufgelistet waren. Dennoch, Fragen gab es von Seiten aller Parteiensprecher reichlich. Und das, obwohl Bürgermeister Andreas Sunder zu Beginn der Debatte schon klargestellt hatte: »Wir, die drei Bürgermeister, hatten zwischenzeitlich ein Abstimmungsgespräch unter anderem mit den Verantwortlichen des Lutterlaufes und sind da auch zu einem Ergebnis gekommen.« Die angestammte Laufveranstaltung hätte mit dem Grafschaftsdatum 2019 kollidiert – ebenso wie das Varenseller Schützenfest samt dem Stadtkönigsschießen.

Startgeld zwischen 19 und 35 Euro

Nöthling informierte zu Details und konnte genaue Einnahmen aus den Teilnehmerstartgeldern nicht beziffern. »Wir haben das bisher nicht genau taxiert, denken aber, das wird zwischen 19 und 35 Euro liegen.« Neben Einzelstarts auf der Strecke mit einer nicht üblichen Länge von 25 bis 30 Kilometern könnten auch Staffelgemeinschaften antreten, »hier sollte die Gebühr 40 Euro nicht übersteigen.« Dafür gebe es für alle Teilnehmer, man rechnet für die erste Auflage mit bis zu 1000, am Ende Medaillen. Einbinden will man in die ehrenamtliche Begleitung des Großereignisses Sportvereine, besonders solche mit Lauftreffs. Mehr Vorlaufzeit bedeute mehr Möglichkeiten, Sponsoren zu gewinnen. Wichtig für einen dauerhaften Erfolg sei ein Beiprogramm, betonte Nöthling, für dieses stehen insgesamt 5000 Euro an Ausgaben festgeschrieben.

Fest in Stein gemeißelt seit der Streckenverlauf noch nicht, jährliche Wechsel von Start und Ziel seien auf keinen Fall zu empfehlen. Zudem habe Schirmherr Carl-Philipp Tenge-Rietberg Wünsche geäußert, wo die Läufer vorbeikommen sollten, etwa am Haus Münte oder auch um die Kaunitzer Kirche, denen man nachkommen wolle. »Wird beim Lauf nur gelaufen?«, wollte Irmgard Bartels (CDU) wissen mit Blick auf potenzielle weitere Sportarten, wie etwa Inline-Skating. »Sie können auch wandern«, konterte Nöthling und verwies darauf, dass das Geläuf unter anderem über den Deich des Steinhorster Beckens gehen werde, komplett ungeeignet für Rollsportler.

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