Do., 14.02.2019

Altersgerechte Wohnungen auf dem Gelände des Gutes Rietberg Senioren-WG mit Fahrstuhl

Planen eine Pflege-Wohngemeinschaft auf dem Gelände des Gutes Rietberg: (von links) Bauherr Carl Philipp Tenge-Rietberg, Frank Schneider, Superintendent des Kirchenkreises Gütersloh, Architekt Frank Hurlbrink und Diakonie-Vorstand Björn Neßler.

Planen eine Pflege-Wohngemeinschaft auf dem Gelände des Gutes Rietberg: (von links) Bauherr Carl Philipp Tenge-Rietberg, Frank Schneider, Superintendent des Kirchenkreises Gütersloh, Architekt Frank Hurlbrink und Diakonie-Vorstand Björn Neßler.

Von Stefan Lind

Rietberg (WB). »Gut leben auf Gut Rietberg« hat die Diakonie Gütersloh ihr Projekt überschrieben, und in der Tat: Es sind ehrgeizige Pläne, die auf dem Gelände des ehemaligen Gestüts vor den Toren der Stadt in die Tat umgesetzt werden. Dort soll eine sogenannte Pflege-Wohngemeinschaft entstehen.

Gestern wurden der Öffentlichkeit Einzelheiten mitgeteilt. Bauherr Carl Philipp Tenge-Rietberg lässt Teile des Anwesens umbauen, um altersgerechten Wohnraum in idyllischer Umgebung zu schaffen. Konkret ist vorgesehen, auf 800 Quadratmetern Fläche insgesamt 18 pflegebedürftigen Bewohnern ein familiäres Wohnumfeld zu bieten. Angesprochen sind vor allem Senioren, die älter als 65 Jahre alt sind. Das Konzept richtet sich speziell an Menschen mit Demenz oder anderen gerontopsychiatrischen Erkrankungen. Jeder Bewohner kann das Zimmer ganz nach eigenen Wünschen einrichten. Dafür ist genug Platz: Zwischen 21 und 24 Quadratmeter groß sind die Räume inklusive des eigenen Bades.

WG mit Gemeinschaftsbereicht und Kochzeile

Die WG wird in zwei Einheiten unterteilt, die jeweils über einen Gemeinschaftsbereich mit Kochzeile verfügen. Das Konzept hat sich bewährt: »Auf Gut Rietberg eröffnet die Diakonie Gütersloh ihre 18. Wohngemeinschaft«, erläuterte Diakonie-Vorstand Björn Neßler im Rahmen eines Pressetermins vor Ort. Er zeigte sich von der Gutsanlage mit dem großen Innenhof begeistert: »Hier würde ich auch selbst einziehen.«

Im ersten Obergeschoss sind sieben barrierefrei erschlossene Wohnungen geplant. Sie sind zwischen 55 und 80 Quadratmetern groß und werden ebenfalls von der Diakonie bewirtschaftet. »Selbstverständlich werden wir einen Aufzug einbauen«, kündigte Architekt Frank Hurlbrink an. Die vorhandene Bausubstanz sei sehr gut, der Denkmalschutz komme nicht zum Tragen, da es sich vornehmlich um Häuser handele, die zwischen 1960 und 1990 entstanden seien. Die Optik des Hauptgebäudes werde sich von außen kaum verändern. Allerdings sind größere Fenster geplant, das Dach wird saniert und um Gauben mit Fenstern für die Wohnungen im ersten Stock ergänzt.

Eigener Garten

Die Bewohner der Pflege-WG werden einen eigenen Garten im rückwärtigen Bereich bekommen, wie Carl Philipp Tenge-Rietberg ankündigte. Vorgesehen sei auch, die Verkehrsflächen auf dem großen Platz zu verkleinern: »Hier soll niemand mehr seinen Wagen abstellen, dafür schaffen wir seitlich eigens Parkflächen.« So lasse sich die Aufenthaltsqualität für Bewohner und Besucher verbessern. Die Bauarbeiten laufen bereits, einziehen werden die ersten Senioren wahrscheinlich im Sommer 2020. Zu den Baukosten machten die Beteiligten keine Angaben.

Bürgermeister Andreas Sunder äußerte sich zufrieden über die neue Nutzung des Areals, die Lösung sei sehr verträglich. Die Diakonie sei auf diesem Gebiet ein erfahrener Träger. Und weiter: »Die damit verbundene Öffnung des Geländes für Menschen, die dort künftig ihre Angehörigen besuchen werden, kann ich ebenfalls nur begrüßen.«

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