So., 17.03.2019

Kreis saniert maroden Radweg an der K 1 zwischen Bokel und Batenhorst Schluss mit der Achterbahnfahrt

Rietberg/Rheda-Wiedenbrück (WB). Der marode Radweg zwischen Rietberg und Rheda-Wiedenbrück wird saniert. Die Kreisstraße 1, dazu gehören Lippstädter, Bokeler und Batenhorster Straße, verbindet die beiden Kommunen.

Die K 1 von Bokel nach Batenhorst verfügt über eine Baum­allee, die das Landschaftsbild positiv beeinflusst, sowie über einen Radweg, der das komfortable Befahren der Strecke mit dem Rad ermöglichen soll. So die Theorie. Tatsächlich sorgen die Wurzeln der Alleebäume dafür, dass der Radweg derzeit mehr Achterbahn als gut zu befahrene Wegstrecke ist. Die Ursache dafür ist klar: Die Aufbaustärke eines Radweges ist geringer als die einer Straße. Immerhin muss ein Radweg nur Fahrräder und Fußgänger, die Kreisstraße jedoch täglich viele Lkw aushalten können. Über Jahre können daher Wurzeln diesen Aufbau anheben und die Fahrbahn wellig werden lassen.

Der Kreis will die etwa 240 Bäume unbedingt erhalten

Dennoch will der Kreis die etwa 240 Bäume unbedingt erhalten. Das bedingt allerdings auch, dass Schäden am Radweg in Kauf genommen und regelmäßig behoben werden müssen. Dazu wird die gesamte Strecke voraussichtlich ab Montag, 18. März, auf etwa fünf Kilometer Länge grundsaniert und zusätzlich verstärkt. Die vorhandene schadhafte Oberfläche wird ausgefräst, teilweise wieder eingebaut und verdichtet. Anschließend werden neue Trag- und Deckschichten aufgebracht, so dass insgesamt ein stärkerer (und höherer) Aufbau entsteht und die Strecke für lange Zeit vor Schäden bewahrt wird.

Der gesamte Radweg steht Mitte Juni wieder zur Verfügung

Planmäßig beträgt die Bauzeit drei Monate, so dass der gesamte Radweg Mitte Juni wieder zur Verfügung steht. Während der Bauzeit können Kraftfahrzeuge und Radfahrer die Straße benutzen. Ausnahmsweise kann es jedoch zur einseitigen Sperrung einzelner Bauabschnitte kommen. Der Verkehr wird dann mittels Ampelanlage geregelt. »Wir versuchen die Einschränkungen für die Bürger so gering als möglich zu halten«, sagt Markus Schwarze, zuständiger Bauleiter der Abteilung Tiefbau. »Deswegen sperren wir nur dann, wenn der Bauablauf es wirklich erfordert. Danach geben wir die Stelle wieder frei.«

Maßnahme kostet rund 395.000 Euro

Die Maßnahme kostet rund 395.000 Euro. Das sei eine Investition, die sich hinsichtlich der steigenden Bedeutung von Radverkehrsmobilität lohne, so Schwarze, und die zudem zur Aufrechterhaltung eines guten Radwegenetzes beitrage.

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