Do., 02.05.2019

LANUV empfiehlt Herdenschutzmaßnahmen in den Wolfsgebieten Wolfssichtungen bestätigt

Das LANUV hat zwei Wolfssichtungen bei Willebadessen und Rietberg bestätigt. Symbolfoto: Monika Skolimowska/dpa

Das LANUV hat zwei Wolfssichtungen bei Willebadessen und Rietberg bestätigt. Symbolfoto: Monika Skolimowska/dpa

Willebadessen/Rietberg (WB). Das Landesamt für Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (LANUV) hat zwei Wolfssichtungen in Willebadessen und Rietberg bestätigt. Demnach soll es sich bei den Tieren wahrscheinlich um durchziehende Jungwölfe handeln.

Eine Wildkamera hat am Dienstag, 23. April, einen Wolf erfasst, der in einem Waldgebiet bei Willebadessen im Kreis Höxter eine Lichtung querte. Nur einen Tag später gelang ein zweiter Wolfsnachweis in Rietberg im Kreis Gütersloh. Dort beobachteten Anwohner gegen 20 Uhr einen Wolf und konnten das Tier mit einer Handykamera filmen.

Die Fotos und Filme wurden vom LANUV begutachtet. Die Beobachtungsorte wurden von Wolfsberatern nach weiteren Spuren abgesucht. »Über die Identität der beobachteten Wölfe ist bisher nichts bekannt. Es handelt sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um durchziehende Jungwölfe«, heißt es in einer Pressemitteilung.

Herdenschutz dringend empfohlen

Zurzeit würden aufgrund der besser werdenden Witterung und der bevorstehenden wärmeren Jahreszeit zunehmend mehr Weidetiere aus den Ställen auf die Weiden gebracht. Das LANUV rät daher im Wolfsgebiet Senne und der dazugehörenden Pufferzone dringend zur Durchführung von Herdenschutzmaßnahmen für Schafe, Ziegen und Gehegewild.

Seit dem 23. April können Herdenschutzmaßnahmen in den Wolfsgebieten und in den Pufferzonen zu hundert Prozent aus Landesmitteln gefördert werden, teilt das LANUV weiter mit. Informationen zu den Fördermöglichkeiten, die Antragsunterlagen für Tierhalter sowie weitere Informationen zum Wolfsgebiet Senne und den Wolfsnachweisen in Nordrhein-Westfalen sind zu finden unter www.wolf.nrw

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