Di., 23.07.2019

Freigänger »Hexe« wird vermisst – Verein Achtung für Tiere warnt Katzen verschwinden in Varensell

Das ist die Katze Hexe. Sie ist seit einigen Tagen verschwunden. Beim Verein Achtung für Tiere macht man sich generell Sorgen um die Freigänger.

Das ist die Katze Hexe. Sie ist seit einigen Tagen verschwunden. Beim Verein Achtung für Tiere macht man sich generell Sorgen um die Freigänger.

Rietberg-Varensell (WB). Astrid Reinke ist in großer Sorge: »Unsere Katze Hexe ist seit dem 17. Juli spurlos verschwunden. Sie war ortstreu und immer in Rufweite. Ich befürchte das Schlimmste.« Reinke ist Vorsitzende des Vereins Achtung für Tiere, der in Varensell am Vossebeinweg Tiere versorgt, die keiner will.

Hexe sei die einzige Freigängerkatze gewesen. Alle anderen Tiere seien eingezäunt. Nun ist Hexe weg: »Alle sind sehr traurig, sie war die Freundin aller Kinder und unsere ständige Begleiterin im Stall.« Freigängerkatzen lebten grundsätzlich gefährlich, erläutert Astrid Reinke. Sie könnten angeschossen, in Fallen gefangen, vergiftet oder angefahren werden, könnten in nicht abgedeckten Pools ertrinken oder unbemerkt eingesperrt verhungern und verdursten. »Um unseren Hof herum leben viele scheue Katzen. Die meisten können nur mit Fernglas oder Wildkamera beobachtet werden. In der letzten Zeit sehe ich allerdings immer weniger Katzen. Und immer wieder melden sich Menschen, die ebenfalls auf der Suche nach ihrer Katze sind.«

»Falsche Auskünfte von der Stadt«

Manch einer möge sich durch Katzen belästigt fühlen. Dass in Rietberg Kastrations- und Kennzeichnungspflicht für Freilaufkater- und Katzen gelte, wisse auch kaum jemand, kritisiert Reinke: »Das Ordnungsamt müsste über alle Kanäle die Kastrationspflicht und ihre Hintergründe erläutern. Stattdessen erhielten Menschen, die eine hungrige Katze bemerkten, die Auskunft, wenn sie sie fütterten, würden sie automatisch deren Eigentümer. Das ist falsch und kann Menschen davon abhalten, Tieren in Not zu helfen. Vielleicht sollen Fundkatzen gar nicht aufgegriffen werden, weil die Stadt für deren Unterbringung aufkommen müsste,« fürchtet Reinke.

»Wir jedenfalls wollen Hexe zurückhaben. Sie ist zutraulich und könnte auch von jemandem mitgenommen worden sein.« Astrid Reinke hat eine Belohnung von 300 Euro ausgesetzt, wenn Hexe wieder nach Hause gebracht wird. Außerdem bittet der Verein Achtung für Tiere Bürgerinnen und Bürger darum, Augen und Ohren offen zu halten und Bescheid zu geben, wenn etwas Verdächtiges passiert oder auch andere Katzen verschwinden. Nachrichten bitte an die Mailadresse info@achtung-fuer-tiere.de.

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