Mo., 12.08.2019

Der neue Rietberger König André Nordmann hat mächtig was zu tun Zähen Vogel erlegt

Der neue König André Nordmann (links) jubelt mit Vogelbauer Gregor Schellert.

Der neue König André Nordmann (links) jubelt mit Vogelbauer Gregor Schellert. Foto: Petra Blöß

Von Petra Blöß

Rietberg (WB). Es gibt Schützenfesttage, da will ein Adler nicht so wie sein Bezwinger. Und so hatte am Montagmittag André Nordmann mächtig was zu tun, um dem eingangs noch so stolzen Holzvogel den Garaus zu machen.

Dass der 46-jährige Geschäftsführer eines Entsorgungsunternehmens Ambitionen auf die Majestätenwürde haben könnte, das kursierte schon früh unter den vielen Besuchern auf dem Schützenplatz. Dass das aber auch der Wahrheit entsprach zeigte sich gegen 13.15 Uhr. Da nämlich schritt das Vorstandsmitglied strammen Schrittes zum linken der beiden Gewehre – und gab es bis 13.45 Uhr nicht mehr her.

Halfen anfangs noch die Freunde zielsicher mit, war Nordmann irgendwann auf sich allein gestellt. Zwar saßen Patrone um Patrone, doch die Vogelbauer hatten ganze Arbeit geleistet. Als die Reste des Rumpfes doch noch von der Schraube purzelten, gehörte Adlerkonstrukteur Gregor Schellert mit zu den ersten, die mit Nordmann jubelten.

Auch André Nordmanns Oma Rosa regierte bereits die Gilde

Der neue Gilde-König wählte seine Ehefrau Kirsten zur Mitregentin, die 40-Jährige ist beim Gütersloher Bertelsmann-Konzern beschäftigt. Das Ehepaar hat zwei Kinder im Alter von fünf und acht Jahren. 529 Patronen dauerte es in diesem Jahr. Wie viele Patronen der Vater der neuen Majestät, Dieter Nordmann, und seine Mitstreiter im Jahr 1993 bei seinem Königsschuss benötigten, das war so schnell nicht zu ermitteln. Auch André Nordmanns Oma Rosa regierte bereits bei der Gilde, vor 62 Jahren an der Seite von Stefan Borgmeier.

Das Vogelschießen am Montagmittag war der Höhepunkt eines bis dahin schon gelungenen, von großer Fröhlichkeit getragenen Festes. Zwar wollten viele Insignien und Flügel haben, die Schlange zog sich weit über den Platz, doch jeder gönnte den Erringern ihre Beute. Das Zepter holte sich schließlich Lars Kollenberg, den Apfel Matthias Steiner und die Krone Florian von Tiesenhausen. Die massigen Schwingen boten reichlich Platz für Flügelbier, das mussten Bernd Eusterbrock und Michael Aufderstroth herbeiholen.

Ein Glücksgriff war der neue Termin für den Festumzug

Schon am Sonntagabend hatten die Jungschützen ihren neuen Regenten ermittelt. Hier setzte sich Jannik Wallenstein durch. Weit mehr als 400 Schuss waren hier notwendig. Der 20-jährige Zerspanungstechniker verzichtet auf eine Mitregentin. Die Insignien gingen hier an Olli Descher (Krone), Nick Darming (Apfel) und Cederic Siefert (Zepter).

Auch Ehrungen gehörten zum Fest dazu, so wurde Wolfgang Göries mit dem Hohen Bruderschaftsorden des Bundes Historischer Deutscher Schützenbruderschaften gewürdigt. Das Silberne Verdienstkreuz ging an Arnim Regenberg.

Viel war im Vorfeld die Rede von Neuerungen, insbesondere logistischer Art. Die vielfältigen Umgestaltungen auf dem Platz und in den Zeltanlagen ernteten viel Lob. Ein Glücksgriff war die Umstellung des Festumzuges aus den Morgenstunden auf den Sonntagnachmittag. Richtig voll war da die Rathausstraße und hunderte Menschen jubelten den Kompanien und den vorbeiziehenden Kutschen zu.

 

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Anzeige


https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6845699?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198389%2F2730031%2F