Mo., 19.08.2019

Verein legt Grundstein für das Neuenkirchener Kolpinghaus Dieser Bau ist eine Seltenheit

Grundsteinlegung im Mauerwerk: Projektleiter Andreas Venker (links) und Vorsitzender Manfred Rehkemper übernehmen für den Kolpinghaus-Verein vor zahlreichen Besuchern diese Aufgabe. 2020 soll der Neubau fertig sein.

Grundsteinlegung im Mauerwerk: Projektleiter Andreas Venker (links) und Vorsitzender Manfred Rehkemper übernehmen für den Kolpinghaus-Verein vor zahlreichen Besuchern diese Aufgabe. 2020 soll der Neubau fertig sein. Foto: Petra Blöß

Von Petra Blöß

Rietberg-Neuenkirchen (WB). »Der Anfang ist gemacht, aber es wartet auch noch sehr viel Arbeit.« Bestens gelaunt begrüßte der Vorsitzende des Kolpinghaus-Vereins, Manfred Rehkemper, am Sonntagmorgen eine große Menschenmenge – zu einem besonderen Anlass.

Der Grundstein für das neue Kolpinghaus wurde gesetzt – und wie sehr das Millionenprojekt die Öffentlichkeit interessiert, bewies die Anwesenheit hunderter Besucher. Dicht an dicht drängten sich die Gäste im alten Kolpinghaussaal. Hierhin war der offizielle Part mit Ansprachen, Urkundenverlesung und Füllung der Grundsteinkapsel wegen des Regens kurzerhand verlegt worden. Der Bau von Kolpinghäusern ist im 21. Jahrhundert selten geworden. Häufiger machen sie Schlagzeilen durch den Abriss, und so ließ es sich Alfons Jost, eines von fünf Vorstandsmitgliedern des Dachverbandes der Kolpinghäuser, nicht nehmen, dem besonderen Ereignis in und für Neuenkirchen beizuwohnen.

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Die Kosten für dieses große Kolpinghaus lagen seinerzeit bei 30.00 Mark.

Manfred Rehkemper

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Gut 90 Jahre ist es her, da entstand das erste kirchliche Gemeinschaftsgebäude an der Wapel unter der Ägide der Nachfolger des Gesellenvaters. »Das geschah damals in kompletter Eigenleistung, und das ist heute gar nicht mehr vorstellbar«, sagte Rehkemper in seiner Begrüßungsansprache. Und, was ungläubiges Staunen unter den Anwesenden hervorrief: »Die Kosten für dieses große Kolpinghaus lagen seinerzeit bei 30.00 Mark.« Wie hoch sie jetzt für den Neubau sind, das ist nicht im Detail bekannt. Finanziert aber wird das künftige Zuhause von unter anderem Karnevalisten, Theatergruppe, Frauengemeinschaft und Frühschoppenfans vor allem aus dem Verkauf der Altimmobilie an die Rietberger Volksbank, die an diesem Standort ihre Zentrale baulich erweitern will. Der Abriss wird vorgenommen, wenn der Neubau bezugsfertig ist.

Eröffnung ist für 2020 geplant

»Wir haben hier als Dorfgemeinschaft viele schöne Momente verbracht«, erklärte Rehkemper beim Blick durch den Saal, und betonte: »Dieses alte Haus war in die Jahre gekommen und wir waren unschlüssig, ob wir mit hohen Kosten sanieren sollen oder nicht. Eine komplette Schließung wäre für uns aber nie in Frage gekommen.« Gestemmt wird der Neubau von einem der bis dato kleinsten Vereine im Stadtgebiet. Der Kolpinghaus e.V. hat 13 Mitglieder, sechs davon sind im Vorstand. Andreas Venker ist Projektleiter des ehrgeizigen Vorhabens. Die Eröffnung ist für 2020 geplant.

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