Fr., 30.08.2019

Woche der kleinen Künste: Jini Meyer (»Luxuslärm«) bringt Dreiecksplatz zum Beben Erst rocken, dann die mit Locken

Jini Meyer war die Frontfrau von »Luxuslärm«. Die Fans von damals sind ihr nach wie vor treu, genau wie zwei Musiker. Am Wochenende haben sie noch in Versmold gerockt.

Jini Meyer war die Frontfrau von »Luxuslärm«. Die Fans von damals sind ihr nach wie vor treu, genau wie zwei Musiker. Am Wochenende haben sie noch in Versmold gerockt. Foto: Dunja Delker

Von Dunja Delker

Gütersloh (WB). Lärm kann auch Luxus sein – zumindest wenn Jini Meyer die Woche der kleinen Künste rockt. Und mit dem Wort »Lärm« im Sinne von »Krach« tut man der Sängerin der ehemaligen Rockband »Luxuslärm« ohnehin Unrecht: Es war am Donnerstag höchstens »schön laut«.

Die Kleinkunst-Macher brauchten gar nicht so weit zu gucken, um die Acts für den vorletzten Abend des 20. Sommerfestivals auf dem Dreiecksplatz zu holen. »Luxuslärm«-Frontfrau Janine »Jini« Meyer kommt aus dem 100 Kilometer entfernten Iserlohn und hat am Wochenende noch beim Stadtfestival in Versmold gerockt. »Pimpy-Panda«, die im zweiten Teil für gute Laune sorgten, haben ihr Zuhause in Bielefeld.

Alte Hits zum Mitsingen

Zwei Jahre nach dem Ende von »Luxuslärm« (»1000 Kilometer bis zum Meer«) ist Jini Meyer solo unterwegs, und Gütersloh durfte ins neue Album »Frei sein« hinein hören, das gerade erst erschienen ist. Besonders fuhren die Fans aber auf die alten »Luxuslärm«-Hits ab wie »Feuer«, »Liebt sie dich wie ich?« oder »Durchdrehen«. Letzteres nahm die 36-Jährige wörtlich – so wie man es von der Rockröhre und Rampensau mit Reibeisenstimme kennt.

Ganz anders wurde es beim Auftritt der Combo »Pimpy Panda«: So mancher wird bei der außergewöhnlichen Mischung aus Funk und Soul gedacht haben: »Die kenn’ ich!« Tatsächlich, die zehnköpfige Bären-Band hatte für den Gig in Gütersloh aufgerüstet und Christian Altehülshorst dabei.

Der Rietberger Christian Altehülshorst spielt bei »The Sazerac Swingers« und im TV Trompete. Foto: Delker

Der Rietberger mit den markanten Locken spielt nicht nur mit dem »Rundfunk-Tanzorchester Ehrenfeld« bei TV-Satiriker Jan Böhmermann, sondern hat als Trompeter der heimischen Jazzband »The Sazerac Swingers« vor drei Jahren mit Glen David Andrews aus New Orleans den Dreiecksplatz zum Beben gebracht. Am Mikro: die schwedische Sängerin Emily Rault – brünett-gelockte Frontfrau der »Sazeracs«. Deswegen haben nicht nur die Fans des Freiluft-Dauerbrenners den lauen Sommerabend genossen, sondern auch Sazerac-Frontmann Max Oestersötebier. Am Keyboard glänzte übrigens Panda-Mitbegründer Simon Oslender (21). Das »Wunderkind« der Pop- und Jazzszene ist Mitglied der Wolfgang-Haffner-Band (»der war doch Dienstag hier«) und begleitete Max Mutzke (»und der 2016«).

Junge Gütersloherinnen sammeln Müll ein

Ein Extra-Dankeschön gab’s von Hans-Hermann Strandt (Kulturgemeinschaft Dreiecksplatz) für Mia, Franka und Lilly. Die drei Gütersloher Greta-Fans sammeln in diesen Tagen am Dreiecksplatz und in der City regelmäßig Müll auf. Vor allem Zigarettenkippen seien ein Problem, bemängeln sie.

Abschluss am Freitag

• Zum Abschluss spielen heute, Freitag, von 20 bis 21.15 Uhr »WellBad« handgemachte Musik. Von 21.45 bis 23.30 Uhr heißt es dann »Auf geht’s, Buam!« mit »Django 3000« aus dem Chiemgau. Erstmals startet um 16 Uhr das »Warm up« in der Weberei mit DJ-Musik.

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