Mo., 02.09.2019

Hauptstraße: Varenseller CDU fordert verkehrsberuhigende Maßnahmen »Situation ist nicht mehr tragbar«

Lang, gerade, unschön – die Hauptstraße in der Varenseller Dorfmitte steht seit Jahren in der Kritik. Jetzt versucht die CDU, an dem Missstand etwas zu ändern.

Lang, gerade, unschön – die Hauptstraße in der Varenseller Dorfmitte steht seit Jahren in der Kritik. Jetzt versucht die CDU, an dem Missstand etwas zu ändern. Foto: Petra Blöß

Von Petra Blöß

Rietberg-Varensell (WB). »So kann es nicht weitergehen«, sind sich die CDU-Politiker im Klosterdorf einig. »Die Hauptstraße ist in ihrer Gefährlichkeit und ihrer Optik einfach nicht mehr tragbar«, meint Ortsunionsvorsitzender Wenzel Schwienheer.

Sie sei ein wichtiger Teil des Schulweges für viele Grundschüler, werde aber zunehmend gefahrvoller. Die lange, schnurgerade verlaufende Straße werde immer wieder als Umleitung für die A2 genutzt, wenn Bauarbeiten oder Unfälle dort für Staus sorgten. Derzeit komme erschwerend die Großbau-Maßnahme auf der Verler Straße hinzu, so dass werktags das Aufkommen an Lastwagen und anderen Fahrzeugen weiter stark angestiegen sei.

Hauptstraße in Varensell zunehmend überlastet

Ein Antrag der CDU-Ratsfraktion soll nun Schwung in die seit Jahren brach liegende Realisierung verschiedener Maßnahmen bringen. Allerdings, allein kann die Emskommune nichts tun, die Hauptstraße ist eine Landesstraße (L 791) und unterliegt damit in der Entscheidungsbefugnis für Rückbauten, die Anlegung von Zebrastreifen oder Verkehrsinseln erst einmal der Zuständigkeit von Straßen NRW.

Dennoch, mit dem Antrag wolle man für Bewegung sorgen und endlich Lösungen herbeiführen, so Schwienheer. So formulieren die Christdemokraten: »Die Stadtverwaltung wird beauftragt, zusammen mit Straßen NRW die Möglichkeit verkehrsberuhigender und gestalterischer Maßnahmen an der Hauptstraße im Bereich der Ortsdurchfahrt und die Anlage eines Kreisverkehrs im Kreuzungsbereich Hauptstraße/Varenseller Straße zu prüfen.« Ergebnisse sollen im Fachausschuss vorgestellt werden.

Antrag soll für Bewegung sorgen

»Im Hinblick auf künftige Dorfentwicklungskonzepte ist es unabdingbar zu prüfen, welche verkehrsberuhigenden und gestalterischen Maßnahmen möglich sind«, heißt es im Antrag. Verkehrssicherheit im Ort und Attraktivitätssteigerung des Dorfes sollten gleichermaßen unter die Lupe genommen werden. »Die Verwaltung soll außerdem die Eigentumsverhältnisse und den Zustand von Regen- und Schmutzwasserkanalisation abklären«, so die Christdemokraten.

Ihr Augenmerk richten sie auch auf die Kreuzung Hauptstraße/Varenseller Straße. Derzeit regelt dort eine Ampel, so lange die Baumaßnahme an der Verler Straße dauert, den Verkehr. »Rückstaus über einen Kilometer und mehr waren in jüngster Zeit keine Seltenheit«, so die CDU. Auf der anderen Seite Varensells in Richtung Lintel mündet die Hauptstraße bereits in einen Kreisverkehr.

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