Di., 03.09.2019

Dritte Auflage der »Tour de Rietberg«: zu Fuß durch den Ortskern Sunder wird zum Stadtführer

Andreas Sunder bedankt sich während des Rundgangs durch Rietberg bei den Damen, die Kostproben der syrischen Küche zubereitet hatten.

Andreas Sunder bedankt sich während des Rundgangs durch Rietberg bei den Damen, die Kostproben der syrischen Küche zubereitet hatten.

Rietberg (WB). Andreas Sunder könnte durchaus auch als Reiseleiter durchgehen. Bei der jüngsten Auflage der »Tour de Rietberg« stellte der Bürgermeister seine Qualitäten als Stadtführer unter Beweis.

Während des Spaziergangs durch und rund um die Historische Altstadt fiel ihm zu jedem Haus eine Information ein. Und rund 60 interessierte Rietberger folgten ihm. Anstatt wie bisher mit dem Fahrrad absolvierte Sunder die dritte Etappe zu Fuß.

Gleich hinter dem Rathaus erläuterte Heiner Gutzler, Bezirksdienstbeamter der Polizei, dass die Zahl der Wohnungseinbrüche im Stadtgebiet deutlich zurückgegangen sei. Dennoch sollten Bürger stets wachsam sein und die Augen offen halten, insbesondere nach ortsfremden Fahrzeugen, die womöglich die Lage auskundschaften. Weil er und seine Kollegen viele Außentermine hätten und häufig zu Ermittlungszwecken unterwegs seien, könne die Bezirksdienststelle am Bolzenmarkt nicht dauerhaft besetzt sein, so Gutzler. Per Telefon könne Bürgern aber häufig geholfen werden – im Zweifel von der Dienststelle in Rheda-Wiedenbrück.

An der Südtorschule erläuterte Andreas Sunder die aktuelle Situation: Mit dem gleichnamigen Jugendhaus habe das 112 Jahre alte Haus auf der einen Hälfte einen festen und langjährigen Nutzer. Auf der anderen Seite sind Büroräume mittelfristig an das Jugendwerk Rietberg vermietet. Dennoch muss auf Dauer geklärt werden, wie das Haus künftig genutzt werden soll, zumal umfangreiche Instandhaltungsarbeiten notwendig werden. Dabei stellte Sunder auch klar: „Eine alternative Nutzung der Südtorschule muss deutlich geeignet sein, zur Belebung der Rathausstraße beizutragen. Aktuell haben wir da aber keinen zeitlichen Druck.«

Leckeres Essen aus Syrien

Für schmackhafte Kostproben sorgte eine Gruppe aus Syrien geflüchteter Frauen, die inzwischen in Rietberg leben, gern kochen und ihre Dienste auch als Cateringwünsche anbieten.

An der Heinrich-Kuper-Straße warfen die Teilnehmer des Rundganges einen Blick in die ehemalige Villa Kuper, die die Caritas-Konferenz Rietberg nun in ein Begegnungszentrum umgestaltet, das allen Bürgern offenstehen soll. Der Warenkorb und der Kleiderladen der Caritas haben hier bereits feste Öffnungszeiten, wie Margret Strothoff, Vorsitzende der Caritaskonferenz, erläuterte.

Im Freibad blickte Schwimmmeister Dieter Sunder auf die Geschichte der 110 Jahre alten ehemaligen Flussbadeanstalt zurück. Andreas Sunder ergänzte, dass die Stadt Rietberg allein die aktuelle Badesaison mit rund 450.000 Euro unterstützt. Zum Abschluss des fast zweistündigen Stadt-Spaziergangs gab es Getränke und gegrillte Wildwürstchen im Innenhof des ehemaligen Franziskanerklosters. Dort ist längst das Jugendwerk Rietberg beheimatet, das in diesem Jahr sein 50-jähriges Bestehen feiert. Einrichtungsleiter Adolf Salmen berichtete von Kindern und Jugendlichen mit schweren psychischen Problemen, denen das Jugendwerk Rietberg in gut 100 stationären Plätzen eine neue Heimat zu geben versucht.

Die nächste »Tour de Rietberg« hat am Dienstag, 10. September, die Stadtteile Varensell und Wes­terwiehe zum Ziel.

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