Do., 05.09.2019

Humor, Musik, Akrobatik: Bunte Mischung im Cultura Comedy Club Mit Oschmann in die 80er

Für ihn gabs in der Cultura kein Likörchen: Akrobat TJ Wheels sorgte mit seinen Balanceakten auf Dosen, Brettern und einem Fußball für Nervenkitzel im Publikum.

Für ihn gabs in der Cultura kein Likörchen: Akrobat TJ Wheels sorgte mit seinen Balanceakten auf Dosen, Brettern und einem Fußball für Nervenkitzel im Publikum.

Von Simon Steinberg

Rietberg (WB). Culturig ist ein bunt gemixter Start in die Spielzeit 2019/20 gelungen. Zusammen mit seinen drei Gästen und »guten Freunden« verwandelte der gebürtige Ostwestfale und Entertainer Ingo Oschmann die Cultura mit einer Mischung aus Stand-Up Comedy, Musikalischem und Akrobatik in den bekannten Comedy Club.

Als erstes natürlich die wichtigste Frage nach der Sommerpause: »Wart ihr im Urlaub?« Nach amüsanten Geschichten aus dem Publikum plaudert auch Oschmann aus dem Nähkästchen: »Ich wollte privat mal lustig sein und habe bei McDonalds einen McGyver-Burger bestellt« schmunzelte der Comedian und schob nach: »Der hinter der Theke verzog keine Miene, schmiss mir die Einzelteile des Burger dahin und meinte, ich solle mir meinen Scheiß doch selbst zusammenbauen«.

Damit war der Wahl-Düsseldorfer bei dem Thema 80er Jahre angelangt. Zusammen mit dem Publikum war schnell klar, was die größte Spielzeugsünde und gleichzeitig Symbol der Nerds war: der Zauberwürfel. Zwei davon hatte der frischgebackene Vater unter großem Applaus kurzerhand zusammengedreht und in den Riesenwürfel auf der Bartheke eingefügt.

Frank Fischer sorgte für die geballte Prise Humor

Für die geballte Prise Humor sorgte dann Stand-Up-Comedian Frank Fischer mit seinen Beobachtungen über die Bus- und Bahnfahrer: »Das ist so lustig, man muss sich nur mal die Mitreisenden angucken.« Während einer von seinem eigenen Schnarchen wach werde, »hält die Familie daneben gerade ein Picknick mit hart gekochten Eiern ab«. Oder die südhessischen Landfrauen, die gerade ihren Jahresausflug zum König der Löwen machten und sich dabei in Leopardenleggings im Telefonat mit der Heimat ständig über das Wetter unterhielten. »Da muss man dann einfach mal so tun als würde man telefonieren und sagen: »Zwei Millionen in bar und keine Polizei. Dann ist das Gespräch über das Wetter ganz schnell zu Ende«.

Als nächstes bat Oschmann den Barchef des Wirtshauses 1643, Fabian Kraienhorst, an die Theke auf der Bühne, um mit ihm über die Erfolge bei Gastronomie-Wettbewerben und die Essgewohnheiten der Rietberger zu quatschen. Da bekanntermaßen mit Schnaps das Lampenfieber schneller vergeht, tranken die beiden kurzer Hand fünf Pinnchen Likör, ehe Oschmann die angebrochene Flasche ins Publikum zum Rumgeben gab. Im Anschluss wurde es nochmal sportlich und musikalisch. Akrobat »TJ Wheels« sorgte mit seinen Balanceakten auf Dosen, Brettern und einem Fußball für Nervenkitzel auch im Publikum.

Jens Heinrich Claasen vereinte sein Talent am Klavier mit Comedy. Sich ständig selbstbemitleidend, versuchte der Single-Mann, abwechselnd mit netten und fiesen Umformungen der Songs »Mandy«, »Sweet Caroline« oder »Lena« die Herzen oder Handynummern der Frauen zu gewinnen.

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