Mo., 09.09.2019

Kneipenfestival Hänky Pänky überzeugt mit neuem Konzept Erfolgreich umgezogen

Wilma Pilz von der Band »Flow« legt sich mächtig ins Zeug bei ihrem Hänky-Pänky-Auftritt in Rietberg.

Wilma Pilz von der Band »Flow« legt sich mächtig ins Zeug bei ihrem Hänky-Pänky-Auftritt in Rietberg. Foto: Petra Blöß

Von Petra Blöß

Rietberg (WB). »Umsonst und draußen« statt mit Eintrittsgeldern und drinnen – das neue Konzept von Hänky Pänky, dem früheren Kneipenfestival in der Rietberger Innenstadt, scheint aufzugehen.

Denn es war voll in der Stadt am Samstagabend; überall dort, wo die fünf Formationen an festen Standorten aufspielten, live und teils mit gewaltigem Sound, der um die Häuserecken fegte. Derweil flanierten Hunderte von Besuchern, das Kaltgetränk in der Hand, zwischen Nord- und Südtor umher, machten Pause mit Snacks in der Außengastronomie und genossen sichtlich das besondere Flair der alten Giebel und der autofreien Rathausstraße. Wo sich sonst Menschen dicht an dicht in den teilnehmenden Kneipen drängten, um in den Genuss unterschiedlichster Musik zu kommen, war jetzt Platz für gut gelaunte Gespräche mit Freunden. Draußen wurde es schon früh dunkel, irgendwann kam die Kälte dazu.

Ein Jahr Pause gemacht

Im vergangenen Jahr hatte Hänky Pänky, das langjährige Festival, eine schöpferische Pause eingelegt, nachdem zuletzt die Zahl der teilnehmenden Gastrobetriebe und entsprechend der Bands stark abgenommen hatten. Bis dato lief die Ausrichtung unter der Ägide der Wirtegemeinschaft, in diesem Jahr hat sich die Stadt mit Kulturig-Chef Johannes Wiethoff des Themas angenommen und einige Dinge umstrukturiert. Klein, aber fein, so lässt sich umschreiben, was am Samstag den Neubeginn der Veranstaltung als Auftakt zum Stoppelmarkt bedeutete.

Ein geschicktes Händchen bei der Bandauswahl muss man Wiethoff und seinem Team attestieren, allerdings hätte in dem einen oder anderen Fall der Lautstärkeregler an den Mischpulten auch ein wenig niedriger eingestellt sein können. So kam es an einer Stelle dann, wie zu erwarten war, auch zu Überlappungen der besonderen Art. Die Formation »Flow« legte in der Müntestraße vor Männe Vogts Gasthof mächtig los, sanfter dagegen waren die drei »Rocketeers«, die vor dem 1643 Oldies von den Everly Brothers und anderer Größen der 50er und 60er Jahre auf exzellente Weise lebendig werden ließen. Zeitlich versetztes Spiel war da die beste Empfehlung für alle Beteiligten.

Mächtig was los machten auch »Sonic Turf« auf der Nordtorbrücke, »G.G.O« tat Gleiches am Südtor, und mitten drin sorgten die Mannen von »The lost Fiddler« für eher verträumte Western-Romantik. Diese Mischung an einem lauen Sommerabend ein paar Wochen zuvor– es wäre perfekt gewesen!

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