Mo., 16.09.2019

Rietberg: Förderverein entwickelt mit André Kuper neue Ideen für Gartenschaupark Mustergartenschau im Klimapark

Landtagspräsident und Fördervereinsmitglied André Kuper plädiert für einen Erhalt und eine Weiterentwicklung des Klimaparks.

Landtagspräsident und Fördervereinsmitglied André Kuper plädiert für einen Erhalt und eine Weiterentwicklung des Klimaparks. Foto: Petra Blöß

Von Petra Blöß

Rietberg (WB). Landtagspräsident und ehemaliger Bürgermeister André Kuper (CDU) plädiert für einen Erhalt der Flächen im Klimapark und deren Überarbeitung. »In Zeiten, in denen Klimaschutz so hohe Bedeutung hat, brauchen wir in Deutschland eher mehr denn weniger solcher Anlagen«, sagte er beim Grillfest des Fördervereins Gartenschaupark.

André Kuper gehört dem Vorstand des Fördervereins an. Als Rietberger Bürgermeister war er Motor für die Entstehung des seinerzeit europaweit einmaligen Mustergeländes samt modernem Technologiepark. Vor 150 Teilnehmern des Grillfestes gab er einen Überblick über die Gründerzeit, die Motivation der Akteure und die Begeisterung, mit der man ans Werk ging. Sicher mit zur großen Resonanz trugen die im Vorfeld geführten Diskussionen um eine mögliche Schließung des Klimaparks bei. Nicht wenige der Vereinsmitglieder äußerten ihren Unmut über das Vorhaben, die Fläche nur zum Teil zu erhalten und einer Wohnbebauung zuzuführen. Gartenschaupark-Geschäftsführer Peter Milsch, selbst einer der so genannten Projektpartner im Klimagelände, fasste für die vielen interessierten Gäste das Ergebnis der Sondersitzung des Fachausschusses zusammen. Antworten auf Fragen wie »wenn der Klimapark Sache der Stadt ist, warum wird im Aufsichtsrat der Park GmbH über eine Schließung gesprochen und nicht in den politischen Gremien der Stadt?« blieben allerdings offen.

Anregungen aus Appeltern

Kuper sah eine Fortführung vor allem auch unter dem umweltpädagogischen Ansatz, mit dem Kinder und Schüler an das Thema herangeführt werden könnten. Zudem berichtete er von einer Besichtigung, die er, Landschaftsarchitekt Jürgen Edenfeld und Peter Milsch im Frühjahr unternommen hatten. Ziel waren seinerzeit die Gärten von Appeltern nicht weit von Nijmwegen. Hier informierte sich das Trio über Mustergärten, die speziell ausgerichtet sind auf den Klimawandel und war begeistert von den Anlagen. Da die eigentlichen wenigen verbliebenen Mustergärten von der NRW-LGS 2008 dringend der Überarbeitung bedürften - sie liegen im Familienbereich Neuenkirchen - sei eine Verlegung beispielhafter Gärten in die Flächen des Klimaparks denkbar, so Milsch. Hier könne dann laut Kuper gerade auch der Blick gerichtet werden auf das, was künftig sinnvolle Gartenparzellen sein könnten, ohne Schotter, mit klimaresistenten Pflanzen und Blühexemplaren, die den Insekten als Lebensraum dienen könnten. Ebenso seien Anpflanzungen von Baumarten in kleinen Waldstücken vorstellbar, die anders als beispielsweise Fichten, auch lange Trockenperioden vertragen.

Spielplatzanlage ist renoviert

Jetzt entsteht erst mal ein städtebauliches Konzept, im Zuge des weiteren Verfahrens aber hätten dann auch alle Mitglieder des Fördervereins die Möglichkeit, Stellung zu beziehen und unter Umständen Kritik zu äußern, so André Kuper. Vorgestellt wurden seitens der Gartenschaupark GmbH die für 60.000 Euro renovierte Spielplatzanlage am Eingang Mitte und ebenso die Camping-Pods hinter dem Feuerwehrgerätehaus. Neue Tore gebe es demnächst an der Straße an den Teichwiesen, dank auch der Unterstützung des Sponsors Growi mit Frank Hesse.

An der Steganlage im Naturschutzbereich erhalten die Wasserbüffel ein erheblich vergrößertes Terrain. Statt der Stege wird es demnächst einen Weg mit wassergebundener Decke geben. Solange der noch nicht fertiggestellt ist, bleibt eine Führung über die Holzplanken stehen, damit der Park auch weiter durchgängig genutzt werden kann.

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