So., 22.09.2019

Neubau beim TuS Westfalia Neuenkirchen und Anbau bei der SG Druffel Sportler bekommen mehr Platz

Von Stefan Lind

Rietberg (WB). Die Stadt Rietberg unterstützt die heimischen Sportvereine bei wichtigen Bauprojekten. Das wurde in der jüngsten Sitzung des Schul- und Sozialausschusses deutlich. In Neuenkirchen und Druffel haben die Verantwortlichen Investitionen von zusammen mehr als drei Millionen Euro angekündigt.

Großes hat der TuS Westfalia Neuenkirchen vor, nämlich den kompletten Neubau seines Sportheimes. Es soll zwischen dem neu erstellten Kunstrasen- und dem bereits bestehenden Rasenplatz entstehen. Kostenpunkt: 1,86 Millionen Euro. Der Anstoß, dass sich auf dem Gelände etwas ändern müsse, geht bis ins Jahr 2013 zurück. Erste Idee: die ehemalige Hausmeisterwohnung im ersten Stock zu zwei weiteren Umkleidekabinen und Sanitäranlagen sowie einem Aufenthaltsraum für die Fußballer umbauen. Zweite Idee: die Erweiterung zusammen mit einer grundlegenden Sanierung im Jahr 2015. Dritte Idee: im Rahmen der Sanierung im Jahr 2018 auch die Räume des angrenzenden Tennisclubs mitnutzen. Vierte Idee: Neubau im Jahr 2021.

Es zeigt sich an der Auflistung, dass unter immer neuen Voraussetzungen geplant und verschoben wurde, jetzt aber ist man sich beim Verein, in der Stadtverwaltung und in der Politik einig, wie die Zustimmung im Fachausschuss bewies. Die Neuenkirchener machen für ihre 300 Mitglieder umfassende Fußballabteilung (insgesamt sind es 1800 Mitglieder) einen Raumbedarf von 340 Quadratmetern Nutzfläche geltend, darunter sind vier Umkleiden und Sanitäreinheiten (bisher zwei) sowie unter anderem zwei Umkleideräume für Schiedsrichter. Neben den Fußballern sollen auch andere Abteilungen des Vereins das Sportheim nutzen, zum Beispiel als Aufenthaltsraum für Versammlungen.

Flutwelle von Anträgen

Bei der SG Druffel geht es darum, das bestehende Sportheim umzubauen und zu erweitern. Geschätzte Kosten hier: 1,2 Millionen Euro. Seit 1992 nutzen verschiedene Abteilungen des Vereins das Sportheim, darunter die Fußballer (280 Mitglieder und zehn Mannschaften), aber auch Aktive des Lauftreffs und des Mini-Car-Clubs. Insgesamt sind 560 Mitglieder unter dem Vereinsmotto »Ein Dorf. Eine Liebe. Ein Verein« unterwegs. Je beliebter die SG wird, desto enger wird es: »Das Sportheim platzt seit mehreren Jahren völlig aus seinen Nähten«, erklären die beiden Vorsitzenden Thomas Trendelbernd und Peter Kuhlmann. Der Raumbedarf beträgt 109 Quadratmeter für das (umstrukturierte) bestehende Gebäude, im Erweiterungsbau sollen 220 Quadratmeter hinzukommen, unter anderem für Umkleiden, sanitäre Anlagen, einen Sozialraum und Lagerflächen. Die Planung hat die städtische Hochbauabteilung übernommen.

Und es wird sich in Rietberg noch mehr tun. Das liegt an dem Förderprogramm »Moderne Sportstätte 2022« des Landes. »Zur Behebung des massiven Modernisierungs- und Sanierungsstaus bei Sportstätten stehen bis zum Jahr 2022 insgesamt 300 Millionen Euro zur Verfügung, von denen Sportvereine und -verbände in noch nie da gewesenem Ausmaß profitieren können«, heißt es in einer Mitteilung der Landesregierung. Das hat zu einer wahren Flutwelle von Anträgen in Rietberg geführt. Kämmerer Andreas Göke warnte aber in der Sitzung vor zu großer Euphorie. Die Projekte müssten finanziell und personell leistbar sein.

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