Verwaltung schlägt zwei Standorte vor – Zustimmung im Fachausschuss einmütig
Rietberg bekommt einen Bürgerwald

Rietberg (WB). Die Stadt Rietberg bekommt einen Bürgerwald, genauer gesagt sogar zwei. Und wenn das Angebot gut angenommen wird, könnte sogar ein dritter hinzukommen. Das haben die Mitglieder des Umwelt- und Klimaausschusses am Donnerstagabend in ihrer Sitzung im Ratssaal des Progymnasiums einstimmig beschlossen.

Sonntag, 02.02.2020, 07:13 Uhr aktualisiert: 02.02.2020, 07:20 Uhr
In Harsewinkel ist im November 2019 ein Bürgerwald eingeweiht worden. Daran orientiert sich die Rietberger SPD mit ihrem Vorschlag, der jetzt im Umwelt- und Klimaausschuss breite Zustimmung gefunden hat. Foto: Gabriele Grund
In Harsewinkel ist im November 2019 ein Bürgerwald eingeweiht worden. Daran orientiert sich die Rietberger SPD mit ihrem Vorschlag, der jetzt im Umwelt- und Klimaausschuss breite Zustimmung gefunden hat. Foto: Gabriele Grund

Seit den Haushaltsreden von CDU und SPD war das Thema in der Diskussion, die Sozialdemokraten hatten jetzt als erstes einen entsprechenden Antrag an den Fachausschuss formuliert, der auch bei den Christdemokraten Unterstützung fand – allerdings mit Ergänzungen.

Die SPD argumentiert in ihrem Antrag mit dem Klima- und Umweltschutz. In Rietberg könne ein Bürgerwald die eher geringe Flächenbilanz des bisher bestehenden Waldes verbessern. Ein Vorbild sei Harsewinkel. Dort können auf einer Fläche von 2500 Quadratmetern in einem Abstand von 6 mal 6 Metern 40 Bäume gepflanzt werden. Dort liegen die Kosten je nach Art des Baumes bei 250 bis 300 Euro pro Exemplar.

Grundlage der Diskussion im Ausschuss war ein Vorschlag der Verwaltung, den Heike Bennink von der städtischen Abteilung Öffentliches Grün vorstellte. Danach soll es für die Realisierung eines Bürgerwalds zunächst zwei Flächen im Stadtgebiet geben. Eine liegt in Rietberg, genauer gesagt am Rande des neuen Friedhofes am Franziskusweg, ist gut 3000 Quadratmeter groß und könnte 45 Bäumen Platz bieten. Die zweite ist am Sportplatz Druffel: 2000 Quadratmeter, 30 Bäume. Florian Kuper brachte für die CDU eine dritte Idee in die Runde: ein Grundstück von mindestens 10.000 Quadratmetern Größe, am besten im Nahbereich der Johanneskapelle.

CDU ist für größere Fläche

Über das genaue Konzept eines solchen Bürgerwaldes müsste dann noch gesprochen werden, so Heike Bennink weiter. Es gehe zum Beispiel darum, wie die Bäume angeordnet werden, wie die Pflanzenauswahl sei und wie die Größe sein soll. Geht es nach der Verwaltung, könnte die Fläche in Rietberg parkähnlich gestaltet werden, also mit bewusst lockerer Bepflanzung und Sitzgelegenheiten. Eine „Rasterpflanzung“ käme eher in Druffel in Frage.

Das sei zwar eine Form von Symbolpolitik, merkte Bürgermeister Andreas Sunder in der Debatte an, „ich finde das aber sehr angemessen.“ Allerdings sei zu beachten, dass der Druck auf landwirtschaftlich nutzbare Flächen nicht noch weiter intensiviert werde. Manfred Habig (FWG) regte an, unbedingt die Vereine mit einzubinden.

Dirk Ehlers (CDU) schlug vor, erst die beiden kleineren Flächen in Angriff zu nehmen, „die sind bestimmt ruckzuck voll“, und dann nach weiteren größeren Grundstücken Ausschau zu halten. Damit hatte er schon einen Kompromiss formuliert, der bei der abschließenden Abstimmung einhellige Unterstützung fand. In Druffel wolle sich die Dorfgemeinschaft schon in Kürze um erste vorbereitende Arbeiten kümmern, sagte Andreas Sunder.

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