Zweite Auflage der Rietberger Herrensitzung begeistert auf der ganzen Linie
So muss Karneval sein!

Rietberg (WB). Das ist Sitzungskarneval, wie er sein sollte. Eine wahrhaft großartige Leistung lieferten die Akteurinnen und Akteure in der Herrensitzung ab. Das war schlichtweg zum Niederknien gut, und genau so muss es sein. So eine Sitzung, die den Gütestempel Karneval verdient, hat die Rietberger Schulaula lange, lange nicht gesehen! Außer voriges Jahr bei der Premiere dieser Veranstaltung. Das „kleine Herrengedeck” in der Zweitauflage, das bedeutete ein absolut volles Haus, dazu bestens motivierte und gelaunte Kerle, die durchaus mit Anstand zu feiern wussten.

Dienstag, 04.02.2020, 10:00 Uhr
Bei so viel Beifall haben sie allen Grund zum Strahlen, die Tänzerinnen der Eyecatcher aus Neuenkirchen. Foto: Petra Blöß
Bei so viel Beifall haben sie allen Grund zum Strahlen, die Tänzerinnen der Eyecatcher aus Neuenkirchen. Foto: Petra Blöß

Das Beste vom Besten der beteiligten Vereine

Mit dabei: Philipp Isenborth, der hammergeilste Moderator, den es weit über die Grenzen der Emsstadt hinaus gibt, außerdem das so ziemlich Beste vom Besten, was die einzelnen beteiligten Vereine, die KKGN Neuenkirchen, die Kolping-Karnevalisten und die Grafschaftler zu bieten haben, außerdem auswärtige Kräften, die zu Recht den Saal zum Beben brachten, ein Publikum, das bei aller Partystimmung und Glühlaune einfach nur großartig mitging – und die Loud Neighbours, eine Kölsch-Coverband, die der Gruppe Brings mit ihrer Live-Mucke (besonders dem Gitarristen) sagenhaft nahe kommt – so geht’s!

Bürgermeister An­dreas Sunder tritt als „Bürger King” auf

Der unglaubliche Heinz (Heinz Gröning) war ein absoluter Gewinn als Nicht-Einheimischer, dafür aber Fernsehprofi auf der Bühne, die Roten Funken Harsewinkel als x-fache deutsche Meister mit einer unglaublichen Lehrstunde in Sachen Gardetanz, dazu Dirk Bunger in der Bütt, Neuling Rebecca Pohlmann als Karla Kolumna, Fabse und Tüt, die Rietberger Prinzengarde, „Bürger King” An­dreas Sunder mit seinen jecken Visionen für die Innenstadt, Wolfgang Hesse als Hausmeister ohne Kittel, die Tanzgruppe Fürstenberg, die Eyecatcher aus Neuenkirchen, Fascination aus Westerwiehe – ach, um es op Kölsch zu sagen: Nee, wat war datt allet schöööön.

Und, ach ja, da war ja auch noch Emma, nicht die Isa des Vorjahres, sondern eben Emma aus dem Ruhrpott, vermittelt von einer professionellen Agentur und ausgewählt vom Vorbereitungsteam anhand von Fotos. Manchmal, ja, da trügt der Schein ... wie in diesem Fall. Die dunkle Schönheit mit den auffälligen Lippen kam bei den Kerlen im Publikum nicht wirklich an – da wurden sogar Rufe nach Isa laut.

Alles im Rahmen, alles im Lot

Was die von außen vermuteten Schlüpfrigkeiten in verbaler und sonstiger Form anging: alles im Rahmen, alles im Lot, Frauensitzungen sind nicht weniger von Witzen unter der Gürtellinie durchzogen. Kurzum: Es war, um irgendwie im Jargon des Abends zu bleiben, saugeil abgeliefert von allen genannten Akteuren, bei denen auch der Fanfarenzug mit seiner Stimmungsmusik natürlich nicht übersehen werden soll.

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