Früherer langjähriger Vorsitzender der FWG-Fraktion stirbt im Alter von 69 Jahren
Große Trauer um Jürgen Don

Rietberg (WB). Große Trauer und Bestürzung in Rietberg: Jürgen Don, langjähriger Vorsitzender der FWG-Fraktion im Rat der Stadt, ist in der Nacht zu Samstag im Alter von 69 Jahren gestorben. Erst Mitte Dezember hatte er sich nach 40 Jahren in der Kommunalpolitik im Rahmen einer Ratssitzung aus gesundheitlichen Gründen von allen Ämtern verabschiedet. Allein 30 Jahre hatte er als Vorsitzender die Fraktion der Freien Wähler angeführt.

Sonntag, 09.02.2020, 14:00 Uhr aktualisiert: 09.02.2020, 14:02 Uhr
Jürgen Don, langjähriger Vorsitzender der FWG-Fraktion im Rat der Stadt Rietberg, ist im Alter von 69 Jahren gestorben. Erst im Dezember hatte er sich aus der Kommunalpolitik zurück gezogen. Foto:
Jürgen Don, langjähriger Vorsitzender der FWG-Fraktion im Rat der Stadt Rietberg, ist im Alter von 69 Jahren gestorben. Erst im Dezember hatte er sich aus der Kommunalpolitik zurück gezogen.

Jürgen Don kam am 17. Oktober 1979 für die FWG zum ersten Mal in den Rat der Stadt. In den ersten fünf Jahren beispielsweise saß er im Schul- sowie im Sozial- und Kindergartenausschuss; den Sportausschuss leitete er als Vorsitzender. Erster stellvertretender Bürgermeister war er von 1985 bis 1989. Den Fraktionsvorsitz der Freien Wähler übernahm Jürgen Don 1989 von Konrad Löher. Das Amt sollte er 30 Jahre inne haben. Im Bauausschuss war er ebenso Vorsitzender wie im Grundstücksausschuss. Weitere Gremien, in denen er tätig war: Kultur-, Umwelt-, Bau-, Wahl- sowie Haupt- und Finanzausschuss. Darüber hinaus war Don Mitglied des Stadtmarketingprozesses, unter anderem in der Lenkungsgruppe, er gehörte dem Verwaltungsrat der Sparkasse Rietberg (später Gütersloh-Rietberg) an, ebenso der Verbandsversammlung der Volkshochschule Reckenberg-Ems, dem Schulverband der Martinschule, der Bäderkommission, der AG Haushalt und dem Aufsichtsrat der Gartenschaupark GmbH.

Andreas Sunder: „Ich bin zutiefst traurig“

„Ursprünglich hatte ich vorgehabt, bis zum Ende der Legislaturperiode dabei zu bleiben“, sagte er noch vor wenigen Wochen im Gespräch mit dem WESTFALEN-BLATT. „Dann wäre für mich ohnehin Schluss gewesen.“ Die Kommunalwahl ist am 13. September 2020. Zu diesem Zeitpunkt wäre Don 41 Jahre in der Kommunalpolitik tätig gewesen, „dann sind es also jetzt nur 40.“ Allerdings: „Ich bin schon traurig, dass es so gekommen ist“, räumte Don ein. „Denn ich habe das immer sehr gern gemacht.“

Rietberg habe sich in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten sehr positiv entwickelt, stellte Don, angesprochen auf seine lange und intensive kommunalpolitische Arbeit, in seinem persönlichen Rückblick fest. Als erstes fiel ihm die Landesgartenschau 2008 ein, „das war ein ganz besonderer Höhepunkt“, dann als zweites gleich die Wahl seines FWG-Mitstreiters Andreas Sunder zum Bürgermeister (2012 und 2018), an dritter Stelle schließlich die Kommunalwahl 2014, als die sogenannte Bürgermeister-Mehrheit von FWG, SPD und Bündnisgrünen die langjährige Dominanz der CDU beendete: „Von da an konnte wir entscheidende Dinge anders gestalten.“

Nun war es aber nicht so, dass Don der vorausgegangen jahreslangen Oppositionsarbeit irgendwann überdrüssig geworden wäre: „Nein, die Lust ist mir nie vergangen.“ Er habe immer den Anreiz gespürt, zusammen mit den Freien Wählern Dinge anzustoßen und Ideen einzubringen, auch wenn das so manches Mal schwierig gewesen sei. „In unserer Fraktion habe ich mich immer sehr wohl gefühlt, sicherlich auch deshalb, weil bei uns parteipolitisches Kalkül nie eine Rolle gespielt hat.“

In einer ersten Reaktion stellte Bürgermeister Andreas Sunder am Sonntag fest: „Ich bin zutiefst traurig. Das kam für uns alle überraschend.“ Jürgen Don sei mehr als ein FWG-Kollege gewesen, „er war ein guter Freund, dem ich persönlich sehr viel zu verdanken habe.“

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