Volksbank Rietberg mit Verlauf und Ergebnis des Jahres 2019 zufrieden
Gute Geschäfte in schwierigen Zeiten

Rietberg (WB). Ein weiter zunehmender Wettbewerbsdruck, administrative Aufgaben und Auflagen, die immer mehr Mitarbeiterkapazitäten binden, sowie ein Zinsniveau, das kaum noch Erträge abwirft – die Branche der Finanzdienstleister hat schon deutlich bessere Jahre als 2019 erlebt. In diesem schwierigen Marktumfeld hat sich die Volksbank Rietberg, zweitgrößte Kreditgenossenschaft im Kreis, erfolgreich behauptet.

Donnerstag, 20.02.2020, 10:00 Uhr
Blicken recht zufrieden zurück auf das Geschäftsjahr 2019: der Vorstand der Volksbank Rietberg Lothar Wille (von links), Wolfgang Hillemeier und Klaus Schnieder

„Wir haben unsere Marktposition gefestigt und in Teilbereichen weiter ausgebaut, sodass unsere Bilanzsumme um 6,3 Prozent gesteigert werden konnte. Der Jahresüberschuss erreicht mit 1,3 Millionen Euro das Niveau des Vorjahres“, resümierte der Vorstandsvorsitzende Wolfgang Hillemeier beim Bilanzpressegespräch mit seinen beiden Kollegen Klaus Schnieder und Lothar Wille. Hillemeiers Fazit: „Unter den gegebenen Umständen sprechen wir über ein zufriedenstellendes Geschäftsjahr 2019.“

Es gibt praktisch keinen Zins mehr.

Vorstandsvorsitzender Wolfgang Hillemeier

Für die kommenden Jahre rechnet der Vorstand nicht damit, dass sich die Lage der Banken verbessern wird. Hillemeier: „Es gibt praktisch keinen Zins mehr. Das bedeutet: Jeder Kredit, der verlängert wird, bringt der Bank weniger Ertrag.“ Mit der Fortsetzung ihres Wachstumskurses und Kostendisziplin versucht die Volksbank Rietberg, gegenzusteuern. Nach wie vor ist das Kreditinstitut an acht Standorten in Augustdorf, Langenberg, Rietberg und Schloß Holte-Stukenbrock für die rund 32.000 Kunden erreichbar. 128 Mitarbeiter sind beschäftigt (Vorjahr: 129), davon sechs Auszubildende.

Etwa jeder zweite Kunde ist Mitglied der Kreditgenossenschaft. Mehr als 400 Männer, Frauen und Kinder traten im vergangenen Jahr der Gemeinschaft bei. Auf das Kapital will die Volksbank auch in diesem Jahr eine Dividende ausschütten. Vorstand und Aufsichtsrat wollen der Vertreterversammlung vorschlagen, eine 2,5-prozentige Dividende auf die Mitgliedsguthaben zu zahlen.

Sparbuch büßt weiter an Beliebtheit ein

Die früher populärste Sparform, das Sparbuch, hat ebenso wie Termingelder weiter an Beliebtheit eingebüßt. Dafür stiegen die Bestände auf den Girokonten im Jahresverlauf um 42 Millionen Euro. Quer über alle Bereiche verwaltet die Volksbank Rietberg in ihrer Bilanz ein Kundenvermögen von 559 Millionen Euro (plus 5,9 Prozent). Unter Einschluss der außerbilanziellen Werte an der Börse, bei der Bausparkasse Schwäbisch Hall und dem Versicherer R+V liegt das betreute Kundenvermögen bei knapp 800 Millionen Euro. Erfreulich entwickelt haben sich die Bestände auf dem Wertpapiermarkt. Hier gab es einen Zuwachs von 39 Millionen Euro oder 19,5 Prozent auf 240 Millionen Euro.

Gute Position im Fördermittelgeschäft gefestigt

Aufwärts ging es auch mit den Ausleihungen an Kunden. Für den privaten Wohnungsbau und den gewerblichen Mittelstand hat die Bank Kredite im Umfang von 898 Millionen Euro (plus 9,1 Prozent) aus eigenen Mitteln herausgelegt oder an Partnerinstitute vermittelt. Gefestigt haben die Rietberger ihre gute Position im Fördermittelgeschäft. 247 Investoren wurde zu einem öffentlich geförderten, zinsgünstigen Darlehn verholfen. Die lebhaften Kundengeschäfte sorgten für einen Bilanzsummenzuwachs von 6,3 Prozent auf 842 Millionen Euro.

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