Polizei zieht erste Bilanz für Rietberg, Schloß Holte-Stukenbrock und Harsewinkel
Die meisten Narren feiern friedlich

Rietberg/Schloß Holte-Stukenbrock/Harsewinkel (WB/stl). Der Auftakt zum Straßenkarneval am Donnerstag ist ohne schwerwiegende Zwischenfälle über die Bühne gegangen. Das berichtet die Kreispolizei in einer ersten Einschätzung der Lage.

Freitag, 21.02.2020, 11:03 Uhr aktualisiert: 21.02.2020, 11:06 Uhr
Der Auftakt des Straßenkarnevals ist in der Region weitgehend friedlich verlaufen. Für die Helfer des Roten Kreuzes gab es, wie hier in Rietberg, allerdings einige Einsätze. Foto: DRK Rietberg
Der Auftakt des Straßenkarnevals ist in der Region weitgehend friedlich verlaufen. Für die Helfer des Roten Kreuzes gab es, wie hier in Rietberg, allerdings einige Einsätze. Foto: DRK Rietberg

Mit etwa 17.000 Besuchern blieb die Zahl der Karnevalisten in Rietberg auf dem Stand des Vorjahres. Die Umzüge sowie die anschließenden Feiern verliefen insgesamt friedlich und ruhig. Größere Störungen wurden nicht verzeichnet. Im Verlauf des Donnerstags gab es insgesamt 16 Polizeieinsätze mit Karnevalsbezug. Die eingesetzten Beamten erteilten sechs überwiegend alkoholisierten Personen Platzverweise. Zudem kamen einige Narren den polizeilichen Anweisungen nicht nach. Neun von ihnen mussten zur Verhinderung weiterer Straftaten und bis zur Ausnüchterung in Gewahrsam genommen werden. Die Einsatzkräfte schrieben zwei Strafanzeigen nach Auseinandersetzungen und Körperverletzungsdelikten.

Das Rote Kreuz meldet für Rietberg 58 Hilfeleistungen, wovon sechs Patienten in umliegende Krankenhäuser kamen. Alle weiteren Verletzungen und Erkrankungen seien minder schwer gewesen. Die Betroffenen konnten nach einer Versorgung durch das DRK nach Hause oder ins weitere Karnevalsgeschehen entlassen werden. Wegen der Zündung von Pyrotechnik wurde zwischenzeitlich ein Zelt geräumt. Die Räumung verlief reibungslos, das Zelt konnte im Anschluss weiter betrieben werden. Insgesamt wurden 15 alkoholisierte Personen behandelt.

In Schloß Holte-Stukenbrock verzeichnete die Polizei etwa 5000 Besucher, die Zahl sei im Vergleich zum Vorjahr etwas niedriger. Es gab 24 Einsätze mit Karnevalsbezug. Elf Jecken erhielten Platzverweise. Sieben Besucher zeigten sich nach Auskunft der Polizei unbelehrbar und mussten in Gewahrsam genommen werden. Auch in Schloß Holte-Stukenbrock fertigten die Polizeibeamten zwei Strafanzeigen wegen Körperverletzungsdelikten. Zudem erstatteten zwei Frauen Strafanzeige, da sie nach eigenen Angaben unsittlich berührt worden waren. Die jeweiligen Täter konnten ermittelt werden, so dass jetzt zwei Ermittlungsverfahren wegen sexueller Belästigung laufen. Bei den Einsätzen kam es drei Mal zum Widerstand gegen Polizeibeamte. Auch hier gibt es jetzt Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung.

In Harsewinkel erhöhte sich die Zahl der Besucher deutlich zum Vorjahr auf 2500. Grundsätzlich seien aber auch hier die Feierlichkeiten ruhig und friedlich verlaufen, so die Polizei. Die Beamten registrierten sechs Einsätze mit Karnevalsbezug. Vier überwiegend alkoholisierte Personen erhielten Platzverweise.

In den Karnevalshochburgen wurden zudem mehrere Fahrzeuge im Straßenverkehr angehalten und kontrolliert. In Harsewinkel fiel um 2.33 Uhr ein Verkehrsteilnehmer mit einem VW Golf auf. Bei dem 26-jährigen Mann aus Rinteln bestätigte ein Atemalkoholtest den Verdacht, dass er betrunken am Steuer saß. Zudem konnte ihm ein Drogenverstoß nachgewiesen werden. Dem 26-Jährigen wurde in einem nahegelegenen Krankenhaus eine Blutprobe entnommen. Gegen ihn läuft jetzt ein Strafverfahren; sein Führerschein wurde sichergestellt.

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