Polizei und DRK ziehen Bilanz: Straßenkarneval ohne größere Vorkommnisse
Auch am Rosenmontag bleibt es ruhig

Rietberg/Rheda-Wiedenbrück (WB). Altweiber ruhig, Karnevalswochenende ruhig, Rosenmontag ruhig – rückblickend zieht die Polizei eine durchaus positive Bilanz der tollen Tage in Rietberg und Rheda-Wiedenbrück – einige unerfreuliche Ausnahmen hat es allerdings auch gegeben.

Dienstag, 25.02.2020, 11:31 Uhr aktualisiert: 25.02.2020, 11:34 Uhr
Sie sind unterwegs und sammeln den Müll ein, während die Karnevalisten ausschlafen: Rietbergs Bürgermeister Andreas Sunder bedankt sich bei den Mitarbeitern des Bauhofes für ihren Einsatz. Schon am Dienstagmorgen ist die Innenstadt wieder sauber. Foto:
Sie sind unterwegs und sammeln den Müll ein, während die Karnevalisten ausschlafen: Rietbergs Bürgermeister Andreas Sunder bedankt sich bei den Mitarbeitern des Bauhofes für ihren Einsatz. Schon am Dienstagmorgen ist die Innenstadt wieder sauber.

Im gesamten Tages- und Nachtverlauf des Rosenmontags kam es kreisweit zu 19 Polizeieinsätzen mit Karnevalsbezug. Es habe sich dabei vor allem um Streitigkeiten der Karnevalsbesucher untereinander gehandelt, so Polizeisprecherin Katharina Felsch. In einem Fall zeigte eine Frau eine sexuelle Belästigung an. Gegen den 17-jährigen Beschuldigten läuft jetzt ein Strafverfahren. In 17 Fällen gab es Platzverweise. Fünf Karnevalisten wurden schließlich in Gewahrsam genommen.

Ein alkoholisierter 19-jähriger Mann sollte kurz vor 18 Uhr in Rietberg aus einem Zelt gebracht werden, nachdem er um sich geschlagen hatte. Dabei verletzte er die Sicherheitskräfte, beleidigte und schlug im Anschluss die eingesetzten Polizeibeamten. Ebenso spuckte er sie an. Nachdem er eine Blutprobe abgegeben hatte, blieb er bis zur Ernüchterung im Polizeigewahrsam. Ein Strafverfahren wurde eingeleitet.

Viele alkoholisierte Jugendliche

Nochmal Polizeisprecherin Katharina Felsch: „Auffällig war die Anzahl alkoholisierter Jugendlicher, die bereits erheblich betrunken am Veranstaltungsort erschienen.“ Einige mussten im Rahmen der angekündigten Jugendschutzkontrollen ihre alkoholhaltigen Getränke abgeben. Das Rote Kreuz in Rietberg berichtet in seiner Bilanz von 29 alkoholisierten Personen, die am Donnerstag und am Rosenmontag behandelt werden mussten, zehn seien minderjährig gewesen. Insgesamt aber meldet auch das DRK keine größeren Zwischenfälle. Das seit Jahren bewährte Einsatzkonzept habe sich als erfolgreich erwiesen: „Mit Jugendhilfe, städtischen Ordnungsbehörden und Polizei verlief die Zusammenarbeit reibungslos.“

Während des Straßenkarnevals waren DRK-Kameraden aus Augustdorf, Bielefeld, Gütersloh, Halle, Harsewinkel, Herford, Her­zebrock-Clarholz, Langenberg, Lippstadt, Minden, Paderborn, Schloß Holte-Stukenbrock, Verl und Versmold in Rietberg helfend aktiv. 81 Helfer waren am Rosenmontag im Einsatz, es gab 76 Hilfeleistungen; acht Patienten kamen in umliegende Krankenhäuser. Alle weiteren Verletzten konnten nach einer Versorgung entweder nach Hause oder ins weitere Karnevalsgeschehen entlassen werden.

Weniger Müll als sonst

Was den Müll angeht, fällt die Bilanz dieses Mal etwas besser aus als in den Vorjahren: 18 Kubikmeter haben die Mitarbeiter des städtischen Bauhofs in Rietberg vom Altweiberdonnerstag bis Dienstagmorgen eingesammelt und abgefahren. Bauhofleiter Jens Hökenschnieder betont: „Voriges Jahr lagen wir bei etwa 25 Kubikmetern. Diesmal ist erfreulicherweise weniger Müll angefallen.“ Bürgermeister Andreas Sunder bedankte sich am Dienstagmorgen bei den Bauhof-Mitarbeitern, die ihre Schicht nach den durchfeierten Nächten im Rietberger Karneval jeweils sehr zeitig beginnt, damit die Stadt möglichst schnell wieder sauber ist. „Das ist ein ganz wichtiger Job, der hier geleistet wird. Ohne die schnelle Reinigungstruppe könnten wir in Rietberg keinen Karneval feiern.“

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