Rietberg
Westerwieher Wacholder wirkt Wunder

Rietberg-Westerwiehe (sud) - Wie schön Sitzungskarneval sein kann, wenn gefühlt das ganze Dorf dahintersteht, haben am Freitag- und Samstagabend die Westerwieher Kolpingnarren bewiesen. Zwischen Büttenreden, Sketchen und Tanzeinlagen erfanden sich die Jecken immer wieder neu.

Sonntag, 23.02.2020, 19:02 Uhr
Rietberg: Westerwieher Wacholder wirkt Wunder

Strahlender Stern am Westerwieher Sitzungshimmel ist seit dem Wochenende Elias Sandbothe. Der 14-Jährige stürmte als „Bonzo“ die Bütt und ließ kein Auge trocken. Während seines Debüts stellte er unmissverständlich klar, dass ihm Bunsenbrenner-Experimente in der Schule mindestens genauso liegen wie PS-starke Boliden. Bleibt nur eine Frage offen: „Ist ein E-Auto vollgetankt, wenn darin der Blitz einschlägt?“

Kräftiger Schluck aus der Pulle

Besuch vom Rietberger Baustellenkontrolleur bekamen die Handwerker, die Gastwirt Seppel Kreutzheide mit der Renovierung seines Saals beauftragt hat. Während der Kontrolle ging so einiges schief: Erst fand sich einer der „Jungs vom Bau“ kopfüber im Betonmischer wieder, dann erlitt der Amtsvertreter auch noch einen Stromschlag und verlor das Bewusstsein. Erst nach einem kräftigen Schluck aus der Wacholder-Pulle („für einen Rietberger eigentlich viel zu schade“) weilte der Rathausmitarbeiter wieder unter den Lebenden.

Junges Büttentalent: Elias Sandbothe

Wichtige Männergespräche führten in der „Vergleichsstudie 7.0“ Christoph Kleibaumhüter, Thomas Brüggemann, Philipp Isenborth und Malte Kulage an der Pinkelrinne in Seppels Kneipe. Gut nur, dass das Rauchen dort noch ausdrücklich erlaubt ist – zumindest solange, bis die rabiate Putzfrau kommt.

„Ackie“ und „Ährwin“ im Duo

Karnevalstechnisch bislang solo unterwegs waren „Ackie, der Camper“ (Dirk Bunger) und „Ährwin“ (Ralf Gnüchwitz-Holtkamp). Diesmal enterten sie im Duo das Narrenschiff. Die doppelte Lachmuskelmassage kam beim Publikum an – ebenso wie die spaßige Singlevermittlung von Markus Diekotto und Klaus Hesse. Bei Letzterer stand am Ende fest: Selbst der kurioseste Hühnerbaron findet irgendwann den passenden „Deckel“.

„Beachboys“ brauchen (k)ein Kindermädchen

Ausgefeilte Choreografien und aufwendige Bühnenbilder sind die Markenzeichen der Westerwieher Garden. Das war am Wochenende nicht anders: „Art of Act“ bewegte sich grazil zum Hitklassiker „Dancing Queen“ und ließ die schwedische Kultband „Abba“ auferstehen. Kindermädchen „Mary Poppins“ hielt währenddessen die quietschfidelen „Beachboys“ in Schach – oder war es doch eher umgekehrt? Egal. Auf jeden Fall wussten auch Gardeküken und -teenies sowie kurz vor dem Finale die Showtanzgruppe „Fascination“ zu begeistern. Den Ausflug ins ewige Eis wird niemand so schnell vergessen – zu feurig war das, was es auf der Bühne zu sehen gab.

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