Rietberg
Riesenapplaus für Tollitäten aus Druffel

Rietberg-Neuenkirchen (ei) - Das altehrwürdige Kolpinghaus ist seit Samstagabend endgültig abbruchreif: Die Jecken der Kolping-Karnevals-Gesellschaft Neuenkirchen (KKGN) haben ein letztes Mal dort gefeiert - da wackelten sogar die Wände. In den Abschiedsschmerz mischte sich aber auch die Freude auf das neue Gebäude.

Sonntag, 16.02.2020, 17:28 Uhr
Rietberg: Riesenapplaus für Tollitäten aus Druffel

Als 52. Prinzenpaar wurden Thorsten Borgmeier und Stefanie Jahn begeistert empfangen. Schließlich ist mit der neuen Tollität der Nachschub an Flüssigem erst einmal gesichert. Entsprechend wurde der Getränke-Großhändler unter kräftigem Applaus in den Saal geführt.

Büttenredner haben Lacher auf ihrer Seite

Zum ersten Mal seit 20 Jahren präsentierte Präsident Dieter van Pels ein Prinzenpaar, das nicht aus dem Wapeldorf, sondern aus Druffel kommt. Das fanden die Narren jedoch überhaupt nicht schlimm und stimmten bestens gelaunt „Wir haben ’nen Druffler Prinz“ an. Passend dazu lautet das Motto von Thorsten Borgmeier und Stefanie Jahn „Druffel bebt“.

Manfred Hesse hatte zuvor die neusten Nachrichten der Karnevalisten humorvoll vorgetragen und damit einen wahren Dauerangriff auf die Lachmuskeln gezündet. Dem stand Lena Gottschlich als „Lilly“ in nichts nach, und auch Dennis Zieroth und Pascal Ketzer stürmten die Bühne in bester Narrenmanier. Michael Kriener und Klaus Henkenherm als Bauarbeiter Hartbeck und Vorkämper wussten: „Willst du fleißige Handwerker sehen, musst du nach Neuenkirchen gehen!“. Sie ließen dabei die Trauer um die bald endende Ära des Kolpinghauses ebenso vergessen wie Ralf Setter als „Hacho“.

Im brodelnden Saal legte Dr. Humoris Causa Wolfgang Hesse schließlich zum Finale einer grandiosen Galasitzung seine Habilitation ab. Kein Auge blieb trocken, als er teils mit gebrochener Stimme das Ende des Kolpinghauses bedauerte und gleich darauf ebenso humor- wie liebevoll über die Nachbarn in der Kernstadt stichelte. Bewegend etwa das Schicksal eines Rietberger Bauarbeiters, dem nach einem Arbeitsunfall das Ohr eines Neuenkircheners angenäht wurde – und der nicht wieder ins Krankenzimmer zurückkehrt. Auf Nachfrage erklärt der Arzt: „Das Ohr hat den Rietberger abgestoßen.“

Tanzgruppen überzeugen mit schier unglaublicher Akrobatik

Die Tänzerinnen und Tänzer der Garden überzeugten mit einer schier unglaublichen Akrobatik. Die Neuenkirchener Jecken feierten jeden einzelnen der Auftritte ausgiebig und ließen die Akteure nicht ohne Zugabe von der Bühne. Derweil tanzten und schunkelten sie auf Tischen und Stühlen, bis das Fundament des Kolpinghauses endgültig bedrohlich ins Wanken geriet.

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