So., 22.03.2020

Rietberg Mülltrennung auch im öffentlichen Raum

Rietberg (gl) - „Warum sortiert und trennt man den Müll zuhause, aber darf in öffentliche Mülleimer alles Mögliche hineinwerfen?“ Diese Frage haben jüngst die Schüler Tim Großegesse und Julius Vorderbrüggen in einer Fraktionssitzung der Freien Wählergemeinschaft (FWG) Rietberg gestellt.

Die Veranstaltung fand noch vor Verschärfung der Corona-Sicherheitsmaßnahmen statt. Das Aufstellen getrennter Gefäße für unterschiedlichen Unrat im öffentlichen Raum war auch Inhalt eines Antrags aus dem Schülerparlament, das 2019 erstmals in Rietberg durchgeführt worden ist.

Jugendliche hatten über mehrere Wochen hinweg die heimischen Parteien begleitet und erhielten dabei einen Einblick in lokalpolitische Arbeit sowie Themen. Außerdem entwickelten sie für eine eigens einberufene Schülerratssitzung Anträge mit Wünschen an die Bürgervertreter und die Verwaltung. Julius Vorderbrüggen und Tim Großegesse waren seinerzeit mit von der Partie und besuchen seitdem regelmäßig die offenen Fraktionssitzungen der FWG. Sie würden gern den einen oder anderen Punkt aus dem Schülerparlament weiter vorantreiben – und können auch bereits erste Erfolge vermelden.

So verfüge das Rietberger Schulzentrum nun über einen Trinkbrunnen, informierten die beiden die FWG-Mitglieder. Auch im Bereich von Aufklärung und Weiterführung von Maßnahmen, die dem Klimaschutz sowie der Biodiversität dienen, gebe es Neues zu berichten. Großegesse und Vorderbrüggen nannten etwa die Initiative für einen Bürgerwald, die Bemühungen zur Umwandlung von öffentlichen Grünflächen in insektenfreundliche Wiesen und die Anregungen zur Vermeidung von Schottervorgärten.

Auch sei in den Gebäuden des Schulzentrums bereits die Mülltrennung eingezogen. Dieses Konzept soll nach der Vorstellung der beiden Jugendlichen nun auf das ganze Stadtgebiet angewendet werden.

Sie schlagen vor, an Straßen und auf Plätzen getrennte Gefäße für Rest- und Papiermüll sowie Glas und Plastik anzubringen. Offenbar bestehe zudem der Wunsch, Zigarettenkippen sachgerecht zu entsorgen. Darauf waren die Schüler gestoßen, als sie am Südtor einen selbstgebastelten Kippeneimer entdeckten. Die Anregungen könnten im Zuge des Ideenwettbewerbs für die Rathausstraße umgesetzt werden, regen sie an. Wenn im gesamten Stadtgebiet Mülleimer neu aufgestellt oder ersetzt werden müssen, sollten zudem solche Exemplare gewählt werden, bei denen sich der Unrat trennen lässt.

Tim Großegesse und Julius Vorderbrüggen haben sich mit ihrem Vorstoß bereits an Rietbergs Klimaschutzmanagerin Svenja Schröder gewandt. Die Freien Wähler wollen ihrerseits darauf achten, dass bei Neuausschreibungen die Stadt künftig möglichst getrennte Müllgefäße anfordert.

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