Rietberg
Bürgermeister verurteilt Stigmatisierung

Rietberg (gl) - Rietbergs Rathauschef Andreas Sunder und sein Krisenstab kümmern sich derzeit täglich um die Bewältigung der Aufgaben, die sich aus dem coronabedingten Lockdown sowie aus den Quarantäneauflagen für einige Bürger ergeben.

Mittwoch, 24.06.2020, 17:13 Uhr aktualisiert: 24.06.2020, 18:16 Uhr
Rietberg: Bürgermeister verurteilt Stigmatisierung

Ziel sei es, eine weitere Ausbreitung des Virus zu verhindern und das Infektionsgeschehen lokal – also überwiegend im Kreis der Tönnies-Mitarbeiter – zu halten, heißt es in der Pressemitteilung der Stadt. Erfreulich sei, dass sich viele Menschen solidarisch zeigten mit den unter Quarantäne stehenden Personen und ihre Hilfe anböten. „Mich erreichen derzeit viele besorgte Anfragen, ob die Menschen in Quarantäne auch gut versorgt sind. Ich kann allen versichern: Ja, das ist so“, sagt Sunder. Gemeinsam mit dem Krisenstab des Kreises und allen beteiligten Akteuren habe man die Lage im Blick. Das betreffe die Versorgung mit Lebensmitteln ebenso wie die Situation der Kinder.

Des Weiteren liegen dem Rathauschef laut Mitteilung zahlreiche Anfragen von Bürgern vor, die in Kürze ihren Urlaub antreten wollen. Hintergrund ist, dass es je nach Bundesland, teils sogar je nach Landkreis, unterschiedliche Regeln gibt. „Eine Stigmatisierung unserer Bürger verurteile ich dabei genauso wie unser Landrat Sven-Georg Adenauer. Ich kann allen nur raten, gegenüber den Gastgebern am Urlaubsort offen mit der Situation bei uns im Kreis Gütersloh umzugehen“, betont Sunder und ergänzt: „Nehmen Sie vor der Anreise Kontakt auf und fragen Sie, ob sie tatsächlich willkommen sind. Oft hilft das Vorlegen einer negativen Corona-Testung.“

Dabei verweist er auf die Hausärzte im Stadtgebiet, die inzwischen kostenlose Tests für alle Bürger des Kreises vornehmen können, auch wenn diese keine Symptome zeigen. Interessenten sollten sich jedoch telefonisch anmelden. Darüber hinaus steht das Diagnostikzentrum in Gütersloh (Carl-Miele-Berufskolleg, Wilhelm-Wolf-Straße 2 bis 4, täglich 8 bis 20 Uhr) für Tests zur Verfügung. Ein weiteres Zentrum soll in Kürze in Rheda-Wiedenbrück eingerichtet werden.

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