Etwa 200 Einsatzkräfte der Feuerwehr in Rietberg vor Ort – mit Video
Zinkbad bei der Firma Altehülshorst steht in Flammen

Rietberg (WB). Etwa 200 Einsatzkräfte der Feuerwehr sind am frühen Mittwochabend wegen eines Brands beim Galvanikunternehmen Altehülshorst in Varensell alarmiert worden. Ein alkalisches Zinkbad im ersten Obergeschoss des Unternehmens brennt. Die Alarmierung erfolgte um 19 Uhr. Die Summe liege sicherlich „im recht hohen sechsstelligen Bereich“, sagte ein Polizeisprecher am Donnerstag.

Mittwoch, 24.06.2020, 21:29 Uhr aktualisiert: 25.06.2020, 10:14 Uhr
Die Rauchwolke ist kilometerweit zu sehen. Foto: Dunja Delker
Die Rauchwolke ist kilometerweit zu sehen. Foto: Dunja Delker

Auch um 21 Uhr waren die Einsatzkräfte mit den Löscharbeiten beschäftigt. „Das Feuer ist noch nicht gelöscht, aber unter Kontrolle“, teilte Oliver Eichstädt, Pressesprecher des Kreisfeuerwehrverbandes des Kreises Gütersloh auf Anfrage mit. Bei Eintreffen der Feuerwehr habe bereits das komplette erste Obergeschoss des Unternehmens mit einer Fläche von 6000 Quadratmetern in Flammen gestanden.

Nach ersten Erkenntnissen der Polizei griffen die Flammen auf das Gebäude über. Am Donnerstagmorgen musste die Feuerwehr noch Glutnester bekämpfen. Verletzt wurde nach Angaben der Polizei niemand. Der Verkehr wurde rund um den Brandort im Ortsteil Varensell umgeleitet.

Messungen in der näheren Umgebung

Wie es zu dem Brand des Zinkbades kommen konnte, sei bislang nicht geklärt. Der Vorfall sei von Mitarbeitern des Unternehmens gemeldet worden. Für die Menschen im Kreis Gütersloh war das Ausmaß des Brandes am Mittwochabend zu erahnen: eine dicke schwarze Rauchwolke stieg vom Unternehmen auf.

Eichstädt erklärte, dass ein ABC-Messzug des Kreises Gütersloh im Einsatz sei und wiederum zwei ABC-Erkunder. Diese hätten die Aufgabe, Messungen im umliegenden Gebiet vorzunehmen. Die Ergebnisse waren gegen 21.15 Uhr noch nicht bekannt.

Die Bevölkerung sei unter anderem über Apps wie die Warnapp Nina über das richtige Vorgehen informiert werden. So sollten Fenster und Türen geschlossen bleiben. Diese Warnung habe derzeit immer noch Bestand, die Wolke habe sich noch nicht aufgelöst, teilt Eichstädt mit.

Diverse Löschzüge vor Ort

Für die Löscharbeiten des Großbrandes setzten die Feuerwehrleute drei Drehleitern, drei Werfer sowie zehn C-Rohre ein, um das Feuer von außen zu bekämpfen. Für den Einsatz im Gebäude wurden wiederum zwei C-Rohre verwendet.

Alarmiert wurden zu diesem Einsatz die gesamte Feuerwehr Rietberg mit den Löschzügen Rietberg, Neuenkirchen und Mastholte, die Löschzüge Linteln, Rheda und Spexard sowie der Löschzug Schloss Holte-Stukenbrock mit einem Großtanklöschfahrzeug, eine Drehleiter aus Verl, eine Drehleiter der Firma Miele, ein Abrollbehälter Atemschutz der Berufsfeuerwehr Gütersloh sowie der ABC-Messzug des Kreises Gütersloh. Mit zwei Drohnen wurde die Lage von oben beurteilt.

Darüber hinaus waren nach Auskunft von Oliver Eichstädt die Untere Wasserbehörde, das Entsorgungsunternehmen Zimmermann für ein eventuell notwendiges Abpumpen von Gefahrstoffen sowie der Gasversorger vor Ort. Dieser quetschte die Gasversorgung ab und musste dafür eine Straße aufbaggern. Das herkömmliche Abschiebern der Gasleitung sei aufgrund der Nähe zum Brandherd nicht möglich gewesen.

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